© APA/AFP/STEFFEN OLSEN / STEFFEN OLSEN

Science

Foto zeigt, wie schnell Grönlands Meereis schmilzt

Schlittenhunde laufen derzeit nicht über Grönlands Eis, sondern übers Wasser. Ein Forscherteam war vor wenigen Tagen Zeuge eines ungewöhnlichen Phänomens: Unter dem Schmelzwasser befindet sich laut Forscher Steffen Olsen vom Zentrum für Ozean und Eis und vom Dänischen Wetterdienst in Wahrheit eine 1,2 Meter dicke Eisfläche. Veröffentlicht wurde das Bild von Olsens Kollege, Rasmus Tonboe.

Vom Gletscher zum See

Aufgrund der angestiegenen Temperaturen hat sich der Gletscher im nordwestlichen Inglefield Bredning Fjord in diesem Jahr in einen See verwandelt. Die Temperaturen sollen laut Klimaforscherin Ruth Mottram vergangene Woche in der Nähe des Qaanaaq-Flughafens auf über 17 Grad Celsius gestiegen sein, wie der "Guardian" berichtet. Für diese Region äußerst ungewöhnlich. Mottram sagt jedoch, dass diese Temperaturen noch überprüft würden.

Ungewöhnlich, aber kein Präzedenzfall

Während das Eis normalerweise erst im Juni oder Juli zum Schmelzen beginnt, hätte der Vorgang heuer bereits im April stattgefunden. Forscherin Mottram meint jedoch, es sei noch zu früh, um sagen zu können, inwiefern allein die Erderwärmung Schuld an diesem Phänomen sei, zumal diese Wetterbedingungen nicht zum ersten Mal verzeichnet wurden. Die hohen Temperaturen würden jedenfalls noch einige Tage andauern.  

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