Stephen Hawking

© APA/EPA/ANDY RAIN

Außerirdisch
09/24/2016

Hawking warnt: Aliens könnten uns behandeln wie Bakterien

In einem neuen Film warnt Stephen Hawking davor, auf Signale von Außerirdischen zu reagieren. Dies könnte fatale Folgen für die Menschheit haben.

von Florian Christof

Stephen Hawking ist sich ziemlich sicher, dass die Erde nicht der einzige Planet im Universum ist, der von einer Zivilisation besiedelt ist. "Eines Tages werden wir ein Signal von einem Planeten wie Gliese 832c erhalten. Aber wir sollten beim Antworten sehr vorsichtig sein", rät Stephen Hawking in einem neuen Film, in dem der Physiker die Seher in einem virtuellen Raumschiff zu seinen Lieblingsplätzen im Universum führt.

Es könnte nämlich sein, dass es sich um eine Zivilisation handelt, die der unseren Milliarden Jahre voraus ist. "Sollte dies der Fall sein, würde diese fortgeschrittene Zivilisation wohl übermächtig sein. Sie könnte uns Menschen daher als ähnlich wertvoll betrachten, wie wir Bakterien", so Hawking.

Er vergleicht einen solchen Erstkontakt mit dem ersten Zusammentreffen von Christoph Kolumbus und den indigenen Völkern der Amerikas, und dieses sei bekanntlich nicht wirklich gut ausgegangen.

Warnung vor Außerirdischen

Es ist nicht das erste Mal, dass Hawking vor einer Kontaktaufnahme mit einer außerirdischen Lebensform warnt. Vergangenes Jahr sagte er in einem Interview mit der spanischen Tageszeitung El Pais: "Derart fortgeschrittene Außerirdische wären womöglich Nomaden, die Planeten in ihrer Reichweite erobern und kolonialisieren."

"Ich glaube, dass das Überleben der Menschheit von ihrer Fähigkeit abhängt, eine neue Heimat zu finden. Denn das Risiko, dass eine Katastrophe den Planeten Erde zerstören wird, steigt stetig." Religion oder ein Gott werden laut Hawking aber keine Rettung sein, denn die Gesetze der Wissenschaft würden ausreichen, um den Ursprung des Universums zu erklären. "Dazu muss ich keinen Gott heraufbeschwören", so Hawking.

Hawking ist unter anderem am Projekt "Breakthrough Listen" beteiligt, das sich, wie einst SETI, auf die Suche nach außerirdischen Signalen macht. Es scannt Millionen von Sternen auf Lebenszeichen, die der Erde am nähesten liegen.