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Science
07/15/2020

Killerdrohne Skyborg zieht 2023 für die USA in den Krieg

Das autonome Waffensystem soll bereits in 3 Jahren bei der U.S. Air Force zum Einsatz kommen.

Die US-Luftwaffe erwartet für 2023 die erste Lieferung des neuen unbemannten Flugzeugsystems Skyborg, berichtet Aviation Week. Das Waffensystem ist eine Mischung aus autonomer Drohne und Cruise Missile und soll mittelfristig Angriffsdrohnen, Kampfjets, wie die F16, aber auch Langstreckenbomber ersetzen, wie es bei heise.de heißt.

Unterstützung

Die Skyborgs sollen etwa Kampfflugzeuge begleiten und unterstützen und auch bei Kampfhandlungen eingesetzt werden. Sie könnten aber auch dazu zum Einsatz kommen, um etwa Kampf- und Tankflugzeugen zusätzliche Verteidigungsfähigkeiten zur Verfügung zu stellen, wird Will Roper von der Beschaffungs- und Logistik-Einheit der U.S. Air Force von Aviation Week zitiert.

Das Air Force Research Laboratory, das Skyborg auf seiner Website als "eine auf Autonomie ausgerichtete Fähigkeit" beschreibt, arbeitet bereits seit längerem auch an der Entwicklung autonomer Systemtechnologien, die bei Luftwaffenmissionen eingesetzt werden sollen.

Komplexe Algorithmen und hochmoderne Sensoren sollen autonome Entscheidungen auf der Grundlage festgelegter Einsatzregeln treffen können, vermerkt das AFRL. Dass künstliche Intelligenz die Kontrolle übernehme, sei aber nicht beabsichtigt. Feldtests sollen sicherstellen, dass das System stets innerhalb der bei der Missionsplanungen festgelegten Einschränkungen arbeite. Die Leistungsfähigkeit der US-Luftwaffe ließe sich mit den Systemen jedenfalls erheblich steigern.

Entbehrlich

Die Skyborg-Drohnen sollen sowohl in einer Überschall- als auch Unterschallversion gebaut werden. Ursprünglich waren sie als entbehrliche, billig zu produzierende Drohnen gedacht. Die Air Force hat aber vor die Skyborgs solange wiederzuverwenden, wie möglich.

Es ist geplant, dass  der Pilot, der die Befehle an die Drohne gibt, entscheiden kann, ob das Ziel oder die Wiederverwendung der Drohne wichtiger ist. Der Pilot könnte Skyborg also einen Kamikazeangriff fliegen lassen, wenn nötig.

Ursprünglich wurde Skyborg nur als Begleit-Flugzeug (Loyal Wingman) entwickelt für menschliche Piloten. Diese würden von ihrem Flugzeug aus die Befehle geben, die die Drohne dann autonom ausführt. Jetzt ist auch angedacht, dass die Drohnen zukünftig vollautonom agieren, nachdem sie mit einem Befehl der Basis vom Boden aus gestartet sind.

Da dann kein menschlicher Pilot mehr als Kommandant nötig ist, könnten solche Drohnen etwa auch von Katapulten starten, die Landung erfolgt dann per Fallschirm, um später eingesammelt zu werden. So wäre kein Flugfeld oder Flugzeugträger zum Start nötig, was neue Einsatzmöglichkeiten für Skyborg erlaubt.