Global Warming

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Science

Nur ein Land auf Schiene, um Klimaziele zu erreichen

Zahlreiche Länder, darunter die größten CO2-Emittenten der Welt, verfehlen laut einer aktuellen Analyse ihre Verpflichtungen zur Eindämmung des Klimawandels, berichtet Science Alert. Ausnahme ist ein kleines westafrikanisches Land, nämlich Gambia.

Düstere Analyse

"Wir gehen davon aus, dass die globalen Emissionen mit den derzeitigen Maßnahmen 2030 ungefähr auf dem heutigen Niveau liegen werden, heißt es in dem von den beiden wissenschaftlichen Organisationen, Climate Analytics und New Climate Institute, erstellten Climate Action Tracker. Damit würden doppelt so viele Emissionen ausgestoßen, wie für das Erreichen der 1,5-Grad-Grenze erforderlich sei.

Der Bericht, für den überarbeitete Bewertungskriterien zum Einsatz kamen, bewertete die untersuchten Länder sowie die EU nach einer Vielzahl von klimapolitischen Maßnahmen, darunter die Klimapolitik, Emissionsziele, Maßnahmen zur Landnutzung sowie internationale finanzielle Unterstützung.

Ausnahme Gambia

Lediglich Gambia erhielt eine Gesamtklimabewertung, die mit einer Stabilisierung der globalen Erwärmung um 1,5 Grad gemäß dem Pariser Klimaabkommen vereinbar ist. Das westafrikanische Land hatte zuletzt seine Bemühungen zur Nutzung erneuerbarer Energien verstärkt.

Weitere 7 Länder - Costa Rica, Kenia, Marokko, Äthopien, Nepal, Nigeria und Großbritannien - liegen laut der Analyse nicht weit dahinter und wurden mit "fast ausreichend" bewertet, was bedeutet, dass sie mit "moderaten Verbesserungen" die 1,5 Grad erreichen könnten.

Die Klimabemühungen der restlichen untersuchten Länder sowie der EU wurde mit "unzureichend", "sehr ungenügend" und "kritisch ungenügend" bewertet. Einige Länder, darunter Australien, Brasilien, Indonesien, Mexiko, Russland und die Schweiz, würden jegliche Ambitionen vermissen lassen, heißt es in dem Bericht.

Viele Länder seien nach wie vor Unternehmen fossiler Brennstoffe verpflichtet, die gefährliche Taktiken anwenden würden, um den Klimaschutz zu verzögern, heißt es in der Analyse weiter: Fast alle Industrieländer müssten ihre Maßnahmen zur schnellstmöglichen Reduzierung der Emissionen weiter verstärken, um die Klimaziele zu erreichen.

Die düstere Analyse kommt nur einen Monat nach der Veröffentlichung eines desaströsen Berichts des Weltklimarats, der von UN-Generalsekretär Antonio Guterres mit einer "Alarmstufe Rot für die Menschheit" gleichgesetzt wurde.

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