Science
24.10.2018

Nach Absturz: Nächste bemannte Sojus-Rakete soll bald starten

Nach dem Fehlstart einer Sojus-Rakete im Oktober soll es jetzt drei Testläufe geben bis im Dezember wieder Menschen befördert werden sollen.

Nach dem Fehlstart einer Sojus-Rakete bemüht sich Russland, die Lücke bei bemannten Flügen zur Internationalen Raumstation ISS nicht zu groß werden zu lassen. Die russische Rakete hätte am 11. Oktober die beiden Raumfahrer Nick Hague und Alexey Ovchinin zur internationalen Raumstation ISS bringen sollen. Doch als die Booster abgetrennt wurden, gab es eine Fehlfunktion, welche die Raumfahrer dazu gezwungen hat, die Notfallsysteme zu aktiveren und eine Notlandung einzuleiten.

Drei Starts bis Dezember

"Obwohl dies ein fehlgeschlagener Start war, war es wahrscheinlich der erfolgreichste Start, den wir uns vorstellen konnten", sagte NASA-Administrator Jim Briddentine laut einem Bericht von Ars Technica. Um das Vertrauen in die Sojus-Rakete zu bestätigen, plant Russland jetzt drei Starts des Boosters zwischen jetzt und Dezember durchzuführen, bevor im Dezember wieder eine bemannte Rakete abheben wird.

„Wir erwarten voll und ganz, dass wir eine Crew mit dieser Rakete im Dezember ins All schicken", sagte Briddentine bei einem Treffen des National Space Council. Ermittler haben eine "wirklich, wirklich gute Idee" über das, was während der fehlerhaften Einführung Anfang dieses Monats geschah, sagte er.

Probleme bis Ende Oktober untersucht

Anonyme Quellen, die in russischen Medien zitiert werden, besagen, dass das Problem auftrat, weil einer der seitlich montierten Booster der Sojus-Rakete nicht korrekt am Raketenkern befestigt war. Dieser Booster traf den Kern, als er während des Starts abfallen sollte und einen Startabbruch ausgelöst hatte.

Russland hat erklärt, dass es beabsichtigt, ihre Untersuchung des Soyus-Scheiterns bis Ende Oktober abzuschließen. Der Bericht wird zudem Empfehlungen dazu enthalten, wie das Problem behoben werden kann.