NASA handout of a mosaic image of asteroid Bennu composed of 12 PolyCam images

© REUTERS / NASA

Science

NASA: Nur geringe Chance, dass Asteroid Bennu die Erde trifft

Im Jahr 2135 wird der als potenziell gefährlich eingestufte Asteroid Bennu der Erde bei seinem Vorbeiflug näher kommen als der Mond. Die Wahrscheinlichkeit, dass er unseren Planeten dabei trifft, ist der NASA zufolge aber sehr gering. Generell belaufe sich das Risiko, dass Bennu bis zum Jahr 2300 die Erde trifft, auf gerade einmal 0,057 Prozent, heißt es in einer aktuellen Studie, die  im Journal Icarus publiziert wurde. 

„Wir sollten uns keine zu großen Sorgen machen“, sagt Davide Farnocchia vom Center for Near Earth Object Studies am NASA Jet Propulsion Laboratory in Kalifornien. Mit den von der NASA-Sonde OSIRIS-REx gesammelten Daten will man bald Genaueres herausfinden, etwa wie sich die Gravitationskraft der Erde bei dieser starken Annäherung auf seine künftige Flugroute auswirken wird. Auch wollen die Forscher*innen das Potenzial für einen Einschlag berechnen, das sich durch eine veränderte Bahn ergeben könnte.

Gesteinsproben sollen im Jahr 2023 auf der Erde landen

Um derartige Urteile fällen zu können, braucht es zahlreiche Daten wie Größe, Form, Masse oder Zusammensetzung des Asteroiden. Auch muss Bennus Umlaufbahn um die Sonne beobachtet werden. Mithilfe von OSIRIS-REx wurde der Asteroid bereits 2 Jahre lang erforscht. Dank seiner Roboter-Arme wurden zudem Oberflächen-Proben gesammelt. Die Gesteine und der Sand sollen am 24. September 2023 auf der Erde landen und neue Erkenntnisse liefern. 

Das von Bennu ausgehende Risiko ist dem Forscherteam zufolge generell sogar kleiner als jenes von einer unentdeckten Population von Objekten in ähnlicher Größe. Die Forscher*innen betonen, weiterhin Ausschau nach solchen zu halten und Wege zu erforschen, um die Bahnen potenziell gefährlicher Himmelskörper im Fall der Fälle umzuleiten.

Einschlag würde gigantischen Krater verursachen

Schlägt ein Asteroid theoretisch auf die Erde ein, würde dieser einen Krater verursachen, der 10 bis 20 Mal größer ist als der Himmelskörper selbst. Die daraus resultierende Verwüstung würde sich auf ein Areal ausweiten, das etwa 100 Mal größer ist als der Krater.

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