© NASA Ames Research Center

Science
10/28/2019

NASA-Rover soll auf dem Mond nach Wassereis suchen

Die Ergebnisse der Mission sollen helfen, eine bemannte Stationen auf dem Mond zu errichten.

Die NASA wird den mobilen Roboter VIPER (Volatiles Investigation Polar Exploration Rover) zum Südpol des Mondes schicken, um dort nach Wassereis zu suchen. Der Roboter soll im Dezember 2022 auf dem Mond landen und etwa 100 Tage lang Daten sammeln.

"Nachdem vor 10 Jahren Wassereis-Vorkommen auf dem Mond gefunden wurden, stellt sich nun die Frage, ob der Mond wirklich genug Ressourcen hat, um dort leben zu können", erklärt Daniel Andrews, Projektmanager der VIPER-Mission.

Wasser für Artemis-Astronauten

VIPER soll am Südpol nach Wasser suchen und Proben entnehmen. Vor allem soll geprüft werden, wie viel Wasser vorhanden ist, um eine langfristige Präsenz von Astronauten auf dem Erdtrabanten vorzubereiten. 2024 sollen mit dem Artemis-Programm die ersten Astronauten am Südpol landen.

Dafür soll der Roboter eine Karte mit Wassereis-Vorkommen erstellen. "VIPER wird uns die Orte mit der höchsten Wasserkonzentration anzeigen und wie tief man unter der Erde graben muss, um an das Wasser zu kommen", sagt Anthony Colaprete, Wissenschaftler des VIPER-Programms.

Scan nach unterirdischen Vorkommen

Bei seiner Fahrt über die Mondoberfläche wird VIPER ein Neutronenspektrometer nutzen, um nasse unterirdische Areale erkennt. Hat er solch einen Bereich gewunden, kann bis zu einem Meter tief gebohrt werden. Dafür besitzt der Rover drei verschiedene Bohrer, die je nach Oberfläche ausgewählt werden. Die so entnommenen Proben analysiert VIPER anschließend auf ihre molekulare Zusammensetzung. 

Mit ausreichenden Wasservorkommen könnte Sauerstoff für eine bemannte Station auf dem Mond gewonnen werden. Zudem könnte man Treibstoff für Wasserstoff-Tanks herstellen. Bestätigt wurden die Vorkommen bereits 2009, nachdem eine Sonde am Südpol des Mondes gelandet war.