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Science
10/02/2019

Neue Studie zeigt, dass Warp-Antrieb möglich sein könnte

Aus wissenschaftlicher Sicht ist es denkbar, schneller als das Licht durch den Weltraum zu reisen.

Um die Tiefen des Weltalls zu erforschen und die Grenzen des Sonnensystems innerhalb einer Zeitspanne zu verlassen, die nicht den Großteil eines Menschenlebens ausmacht, bedarf es neuer Antriebsformen für Raumschiffe. Mit aktuellen Antriebsformen kommt man dabei nicht weit, weshalb es in der Science Fiction auch alternative Wege gibt, etwa den Warp-Antrieb aus dem Star-Trek-Universum. Joseph Agnew, ein Forscher am Propulsion Research Center der Universität von Alabama hat nun in einer Forschungsarbeit gezeigt, dass solch ein Warp-Antrieb Realität werden könnte.

Wellenreiter

Agnews Thesen bauen stark auf den Arbeiten des Physikers Miguel Alcubierre auf. Der Mexikaner hat mit seinem "Alcubierre Drive" bereits ein Konzept für einen Warp-Antrieb vorgelegt. Agnew hat nun untersucht, welche mathematischen und physikalischen Bedingungen für einen solchen Antrieb erfüllt werden müssen. Im Prinzip stellt sich der Forscher vor, dass ein Raumschiff mit Warp-Antrieb auf einer Welle reitet, die die Raumzeit krümmt.

Risse im Universum vermeiden

Seiner Meinung nach sind die wichtigsten Fragen, wie man eine solche Welle erzeugt, kontrolliert und sicherstellt, dass keine unerwünschten Nebenwirkungen dadurch auftreten, etwa "Risse im Universum", wie TheNextWeb berichtet.

Um die gigantische Energiemenge zu nutzen, die es bedarf, um die angedachte Welle zu erzeugen, sei es laut Agnew notwendig, noch unbekannte Faktoren im All wie dunkle Materie und dunkle Energie oder Dinge wie Gravitationswellen besser zu verstehen. Auch die Kontrolle einer erzeugten Welle aus dem Inneren eines Raumschiffs heraus, scheint eine Herausforderung, die zumindest theoretisch machbar sein sollte.

Nicht völlig abwegig

Agnews Arbeit, die angeblich jahrelange intensive Beschäftigung mit der Thematik beweist, könnte jedenfalls die Grundlage für die weitere Erforschung von Warp-Antrieben sein. In den vergangenen Jahrzehnten habe es einige signifikante wissenschaftliche Durchbrüche gegeben, die eine Beschäftigung mit dem Science-Fiction-Thema nicht völlig abwegig erscheinen lassen.