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Science
12/09/2019

Nobelpreisgewinner fordern dringende Maßnahmen für Klimaschutz

Die Nobelpreisträger in Wirtschaft, Chemie und Physik mahnten an, dass dringend Handlungsbedarf bestünde.

Wenige Tage vor der Verleihung der Nobelpreise haben die Gewinner dringende Maßnahmen zum Klimaschutz gefordert. Wirtschaftsnobelpreisträgerin Esther Duflo merkte an, dass vor allem Menschen in südlichen Ländern stark betroffen seien. "Deshalb ist es auch unsere Verantwortung in der reichen Welt, unseren Konsum einzuschränken", betonte Duflo.

Stanley Whittingham, einer der drei Chemie-Nobelpreisträger, mahnte bei den Maßnahmen Pragmatismus an. "Wir können nicht einfach alles CO2 abstellen", sagte er. Es sei aber an der Zeit, das Problem zu lösen. Didier Queloz, der zu den drei Gewinnern des diesjährigen Physik-Nobelpreises gehört, erinnerte daran, dass der Mensch für den Planeten Erde geschaffen sei und nicht auf einem anderen Planeten überleben könne. "Also sollten wir besser unsere Zeit und Energie darauf verwenden, das in Ordnung zu bringen." Duflo warnte auch davor, dass ein Großteil des Erreichten im Kampf gegen die weltweite Armut in näherer Zukunft durch die Erderwärmung in Gefahr sein könnte.

An der Pressekonferenz in der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften nahmen auch andere Preisträger teil. Die Nobelpreise werden am 10. Dezember verliehen.