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Science
11/11/2020

Riesen-Hornissen-Nest hatte 200 Königinnen

Die Insekten können weitere Nestern gründen und so heimische Honigbienen gefährden.

Insektenforschern des Washington State Department of Agriculture (WSDA) ist es vor einigen Wochen gelungen, das erste Nest der Asiatischen Riesen-Hornisse in den USA erfolgreich zu tracken und zu beseitigen. An einer lebendigen Hornisse wurde ein Chip angebracht, der ihre Verfolgung zum Nest ermöglicht hat. 

In dem Nest wurden insgesamt 500 lebende Exemplare in unterschiedlichen Entwicklungsstufen gefunden, wie die Wissenschaftler am Dienstag bekannt gegeben haben und der Guardian berichtet. Darunter auch 200 Königinnen, die das Potenzial haben, neue eigene Nester zu gründen, wie der leitende Entomologe Sven-Erik Spichiger erklärt. “Wir sind gerade noch rechtzeitig gekommen”, so Spichiger. 

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es bereits andere Nester gibt, und sagen, es sei unmöglich zu wissen, ob Königinnen entkommen sind, bevor das erste Nest zerstört wurde.

Gefahr für Bienenvölker

Die Asiatische Riesenhornisse ist ein invasiver Schädling, der nicht in den USA beheimatet ist und stellt eine Gefahr für Bienenvölker dar. Grund dafür ist, dass sich die Hornissen unter anderem von Honigbienen ernähren. Dabei attackieren sie Bienenstöcke und verfüttern sowohl tote Bienen als auch deren gesammelten Nektar an den Nachwuchs. Sie rotten im schlimmsten Fall ein ganzes Bienenvolk aus. 

Die in in Japan vorkommende Östliche Honigbiene hat bereits seit längerem mit dem Feind zu kämpfen und darum eine Abwehrstrategie entwickelt. Bienenvölkern in Ländern, wo die Asiatische Riesenhornisse nicht heimisch ist, sind ihr aber hilflos ausgeliefert. 

Wie genau sich die Hornisse in Nordamerika ansiedeln konnte, ist unklar. Wahrscheinlich ist, dass sie im Zuge von Warenimporten eingeschleppt wurde. 

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