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Rolls Royce baut Mini-Atomkraftwerke

Die Rolls-Royce Group möchte Mini-Atomkraftwerke bauen. Dafür wurde, laut einer aktuellen Aussendung, das Eigenkapital des Unternehmens erhöht. Für das Projekt stehen innerhalb von drei Jahren 195 Millionen Pfund zur Verfügung. 

Zusätzlich sollen 210 Millionen Pfund aus staatlicher Förderung dazu kommen. Mit der neuen Sparte Rolls-Royce Small Modular Reactor (SMR) möchte man "die nächste Generation kostengünstiger, kohlenstoffarmer Atomenergietechnik vorantreiben und in großem Maßstab liefern", heißt es. Für dieses Vorhaben kooperiert der Konzern mit BNF Resources und dem US-amerikanischen Energieunternehmen Exelon Generation.

Eine Illustration zeigt wie ein Mini-AKW von Rolls Royce aussehen könnte.

Laut Rolls-Roy-Chef, Warren West, könnte mit den Mini-AKWs kohlenstoffarmer Strom erzeugt werden, der Betriebe der Industrie und Privathaushalte versorgt. Er eigne sich für die Wasserstoff-Elektrolyse und die Herstellung synthetischer Kraftstoffe. Der Konzern soll im Vereinigten Königreich durch die Herstellung und den Export von Mini-Reaktoren bis zu 40.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Mehr Energieunabhängigkeit für das Vereinte Königreich

Es ist in den Augen des britischen Energieministers, Kwasi Kwateng "eine einmalige Gelegenheit, mehr kohlenstoffarme Energe als je zuvor einzusetzen und eine größere Energieunabhängigkeit zu gewährleisten." Eine Anlage soll so viel Platz wie 2 Fußballfelder benötigen und eine Million Haushalte versorgen können. Die Herstellung von kleinen modularen Reaktoren sei kostensparender und schneller möglich. 

Das ist wahrscheinlich auf den Plan zurückzuführen, wonach bereits existierende Technik für nukleare Stromerzeugen mit einem neuen Modulfertigungs- und Montagesystem für die AKW-Baustellen kombiniert werden soll. 80 Prozent der Komponenten würden von britischen Produzenten beigesteuert werden, heißt es in der Mitteilung. Die Inbetriebnahme der ersten SMRs von Rolls-Royce in Großbritannien soll Anfang der 2030er-Jahre erfolgen.

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