Supernova 1987A

© NASA/STScI

Science

So klingt eine Supernova

Wie könnten dunkle Materie, ein Neutronenstern oder eine Supernova klingen? Antworten auf diese Fragen versucht das "Data  Sonification"-Programm der NASA zu finden, das kosmische Phänomene in Klänge umwandelt, berichtet Space.com. Den Ausgangspunkt bilden dabei Daten, die bei unterschiedlichen NASA-Missionen gesammelt wurden. Die Lichtfrequenzen der Aufnahmen werden von NASA-Forschern in Töne übersetzt.

Den Auftakt machen Bilder, die vom Chandra-Teleskop aufgenommen wurden, das seit mehr als 20 Jahren ferne Galaxien beobachtet. Wie es konkret vonstatten geht, zeigt etwa die Vertonung des Krebsnebels. Bei der Übersetzung des Überrests einer Supernova, in dem sich ein Pulsarwind-Nebel gebildet hat, in Schall, wird Röntgenlicht (Blau und Weiß) durch Blechblasinstrumente dargestellt. Optisches Licht (Lila) wird von Streichinstrumenten gespielt und Infrarotlicht (Rosa) wird von Holzbläsern in Töne gegossen. Die Tonhöhe erhöht sich dabei der Unterseite des Bildes nach oben, wie das folgende Beispiel zeigt:

Die NASA veröffentlichte auch noch weitere Beispiele. Eines zeigt den Bullet Cluster, 2 Galaxienhaufen, die 3,7 Lichtjahre von der Erde entfernt, langsam miteinander kollidieren. Die Kollision lieferte den ersten direkten Beweis dunkler Materie und findet in einem Wechselspiel aus niedrigen und hohen Schallfrequenzen ihren klanglichen Ausdruck.

In einem dritten Video vertonten die NASA-Forscher eine Supernova-Explosion mit der Bezeichnung Supernova 1987A. Das Video zeigt die Entwicklung der Explosion in einem Zeitraum von 14 Jahren. Die Tonhöhe und Lautstärke nehmen im zeitlichen Verlauf zu. 

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