Glaube, dass der Mond Menschen beeinflusst, ist weit verbreitet

© APA - Austria Presse Agentur

Science
04/03/2020

Supermond: Nächste Woche ist ein besonderer Vollmond zu sehen

Er nähert sich der Erde auf 356.907 Kilometer und leuchtet dann besonders hell - wenn das Wetter mitspielt.

Kommende Woche können sich Hobby-Astronomen auf ein besonderes Ereignis freuen. In der Nacht von Dienstag, 7. April, auf Mittwoch, 8. April, wird der größte Vollmond des Jahres zu sehen sein. Den besten Blick auf den Supermond erhascht man um 4.35 Uhr. Dann wird er von der Sonne vollständig ausgeleuchtet.

Ein Supermond entsteht, weil sich der Mond in einer elliptischen Bahn um die Erde bewegt. Kommt er besonders nah an die Erde, sehen wir ihn deutlich größer. Der erdnächste Punkt nennt sich Perigäum und dieser wird Dienstagnacht erreicht. Dann hat sich der Mond unserer Erde bis auf 356.907 Kilometer genähert. Das letzte Mal, dass ein solcher Vollmond beobachtet werden konnte, war im November 2016.

Mond strahlt heller

Mit bloßem Auge können Beobachter zumindest wahrnehmen, dass sich der Mond deutlich heller zeigt, als man es gewohnt ist, schreibt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Es wäre so, als würde man abwechselnd eine Ein- und eine Zwei-Euro Münze in 2,70 Meter Entfernung an einer weißen Wand betrachten“, heißt es auf ihrer Webseite.

Fotografieren lässt sich der Mond allerdings mit dem richtigen Equipment. Das DLR empfiehlt dafür eine Spiegelreflexkamera mit einem Teleobjektiv von mindestens 400 Millimetern und ein Stativ.

Höhere Gravitation beeinflusst Gezeiten

Die Auswirkungen eines solchen Mond-Spektakels sind aber nicht nur am Nachthimmel zu sehen. Durch die Nähe zur Erde steigt auch die Gravitation. "Bei jedem Voll- und Neumond gibt es Springfluten, weil Sonne, Mond und Erde in einer Reihe stehen. Am Dienstag/Mittwoch ist die Anziehungskraft des Mondes tatsächlich ein wenig größer, der Effekt ist aber verschwindend gering", sagt der Geophysiker Frank Sohl vom Institut für Planetenforschung gegenüber dem DLR. Mit Hochwasser sei am 8. April also nicht zu rechnen.

Spielt das Wetter nicht mit, oder man verschläft den Supermond, kann man sich den 26. Mai 2021 im Kalender anstreichen. Dann kommt der Mond mit ungefähr 357.300 Kilometern wieder nah an die Erde heran. Bis er mit nur 356.448 km Entfernung ganz hell zu sehen sein wird, muss man noch bis 2034 warten.

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