© EPA / LAURENT GILLIERON

Science
11/13/2020

Virologe: PCR-Tests werden knapp

Der Leiter des Grazer Hygieneinstituts Ivo Steinmetz spricht von einer “angespannten Situation”.

Der PCR-Test gilt als Goldstandard unter den Corona-Tests. Er liefert unter allen Methoden aktuell die beste Genauigkeit. Ein Nachteil dieser Tests ist die Dauer - bis ein Ergebnis vorliegt, dauert es in der Regel mehrere Stunden bis Tage. Schneller, aber dafür weniger genau sind Antigen-Schnelltests.

Ein weiterer Nachteil der PCR-Tests ist, dass entsprechende Reagenzien benötigt werden - also Stoffe, die zur Durchführung des Tests notwendig sind und dabei verbraucht werden. Die Nachfrage dieser Reagenzien ist auf dem Weltmarkt aktuell sehr hoch.

Der Leiter des Grazer Hygieneinstituts Ivo Steinmetz geht nun in einem Interview davon aus, dass es hier in Österreich schon bald eng werden könnte und spricht von einer “angespannten Lage”. Teilweise wurden Lieferungen der Hersteller bereits deutlich reduziert. 

Lagerbestände

„Wir haben Komponenten, wo wir sehr gute Lagerbestände haben, und andere werden enger", sagt Steinmetz in einem Interview mit dem ORF Steiermark. Hersteller, die in der Vergangenheit große Mengen zugesagt hätten, hätten jene nun deutlich reduziert. "Es ist eine sehr angespannte Lage“, so Steinmetz.

Schnelle Gurgeltests

Abhilfe könnte ein neu entwickelter Test des Wiener Biotech-Unternehmen Lexogen schaffen. Der Gurgeltest basiere auf neuesten Methoden des Next-Generation Sequencing und verspreche neben einer hohen Zuverlässigkeit von 99,8 Prozent auch extrem schnelle Auswertungen. 

Die Testmethode erlaube Millionen von Proben innerhalb von 24 Stunden abzunehmen und auszuwerten. Durch das effiziente Protokoll werde die Menge an benötigtem Verbrauchsmaterial außerdem erheblich reduziert.

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