A computer image created by Nexu Science Communication together with Trinity College in Dublin, shows a model structurally representative of a betacoronavirus which is the type of virus linked to COVID-19

© via REUTERS / NEXU Science Communication

Science
11/12/2020

Wiener Firma entwickelt Gurgeltest für Massenscreenings

Corona-Test der Biotech-Firma Lexogen soll millionenfaches Testen in 24 Stunden ermöglichen.

von Martin Stepanek

Das Wiener Biotech-Unternehmen Lexogen hat einen COVID-19-Test entwickelt, der sich für echtes Massenscreening eignen soll. Das gab die Firma am Donnerstag bekannt. Bei dem Lösung handelt es sich um einen unkomplizierten Gurgel-Test, ein für viele unangenehmer Nasen-Rachen-Abstrich ist nicht notwendig. Wie das Unternehmen auf Anfrage der futurezone bestätigte, handelt es sich bei dem Test nicht um die bereits von der Stadt Wien eingesetzte Lösung.

Zuverlässiger, schneller Test

Der nun entwickelte Test basiere auf neuesten Methoden des Next-Generation Sequencing und verspreche neben einer  hohen Zuverlässigkeit von 99,8 Prozent auch extrem schnelle Auswertungen. Die Testmethode erlaube Millionen von Proben innerhalb von 24 Stunden abzunehmen und auszuwerten. Gespräche mit diversen Testlaboren laufen bereits, die seit Ausbruch der Krise stets mit den Grenzen ihrer Kapazitäten zu kämpfen haben.

Lexogen zufolge ermöglicht der Test erstmals ein Massenscreening auf Bevölkerungsniveau, wodurch auch symptomlose Neuinfizierte erkannt werden könnten. Durch das effiziente Protokoll werde die Menge an benötigtem Verbrauchsmaterial erheblich reduziert, was eine wirtschaftlich tragfähige Umsetzung im Bereich der öffentlichen Gesundheit ermögliche, teilte das Unternehmen mit.

Mittel gegen Firmenschließungen

Erprobt wurde der Test unter anderem in der Firma selbst. So werden die Angestellten von Lexogen alle drei Tage einem Massentest unterzogen. Eine derartige Vorgangsweise trage dazu bei, dass "wir die Ausbreitung der Pandemie kontrollieren können, ohne das Firmen geschlossen werden müssen", sagte Lexogen-CEO Stéphane Barges.

Die Entwicklung des Tests wurde teilweise von der österreichischen Regierung finanziert und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen des „Emergency-Call zur Erforschung von COVID-19 im Zuge des Ausbruchs von SARS-CoV-2“ unterstützt.

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