Science
02/27/2019

Wie das Leben auf der Erde und anderswo entstanden sein könnte

Forscher haben Bedingungen nachgestellt, wie sie im irdischen Urozean herrschten. Monde im Sonnensystem könnten heute ähnliche Bedingungen bieten.

Viele Forscher gehen heute davon aus, dass das Leben auf der Erde tief in einem urtümlichen Ozean entstanden sein könnte. Die nötige Energie hätten dieser Theorie zufolge sogenannte Schwarze Raucher geliefert, das sind heiße Quellen auf dem Meeresgrund. Ähnliche Voraussetzungen könnten auch anderswo im Sonnensystem gegeben sein, als möglicher Kandidat gilt etwa der Saturnmond Enceladus, auf dem unter einer dicken Eisschicht ein Ozean vermutet wird.

Ein NASA-Experiment hat jetzt versucht, die Bedingungen, die in der Umgebung von Schwarzen Rauchern auf der Erde und möglicherweise auf anderen Objekten im Sonnensystem zu finden sind, im Labor künstlich zu erzeugen, wie slashgear berichtet. Die Forscher haben in Versuchsbehältern den Meeresgrund im Kleinformat nachgebildet und die Behältnisse mit einer Mixtur befüllt, die auch in den urtümlichen Ozeanen der Erde zu finden gewesen sein sollte. Dabei zeigte sich, dass unter diesen Verhältnissen tatsächlich Aminosäuren entstehen können, die als Grundbausteine des Lebens gelten.

In den Versuchsbehältern waren Wasser, Mineralien, Pyruvate, Eisen-Hydroxid und Ammoniak. Diese Mischung wurde auf 70 Grad Celsius erwärmt, eine Temperatur, wie sie auch in der Umgebung von Schwarzen Rauchern gemmessen herrscht. Das Eisen-Hydroxid reagierte daraufhin mit dem wenigen Sauerstoff, der auch in urtümlichem Meerwasser vorhanden gewesen sein soll, zur Aminosäure Alanin. Die Forscher glauben, dass sich auch im Ozean von Enceladus, sofern die Bedingungen ähnlich sein sollten, auf diese Weise die Grundbausteine für Leben gebildet haben könnten.