Start-ups
20.07.2018

Drei österreichische Start-ups erhalten 7,5 Millionen Euro EU-Forschungsförderung

Zwei steirische Start-ups und ein oberösterreichisches Unternehmen werden von der Europäischen Innovationsförderung unterstützt.

Drei österreichische Unternehmen erhalten insgesamt 7,5 Millionen Euro von der Europäischen Innovationsförderung. Das oberösterreichische KMU Symptoma GmbH sowie die beiden steirischen KMUs PyroScience AT GmbH und Easelink GmbH erhalten jeweils bis zu 2,5 Millionen Euro, um ihre innovativen Projekte schneller auf den Markt zu bringen, heißt es in einer Aussendung der Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft.

Ladestandard für E-Autos

Das Grazer Start-up Easelink hat eine vielversprechende Ladelösung für Elektroautos entwickelt, die sich anschickt, den Ladestandard für E-Fahrzeuge zu definieren. Das "Matrix Charging" genannte System basiert auf einer konduktiven Lösung, bei der sich ein am Fahrzeugunterboden angebrachter Konnektor mit einem Ladepad am Boden verbindet. Um das Fahrzeug zu laden, muss man es lediglich über der Platte parken.

"Wir blicken sehr positiv in die Zukunft. Aktuell wird die Serienproduktion für große Automobilhersteller vorbereitet", sagte Easelink-Gründer Hermann Stockinger, Anfang Juli im Gespräch mit der futurezone.

Google für Krankheiten

Symptoma arbeitet an einer Suchmaschine für Krankheiten und wurde in der Vergangenheit bereits als " Google für Krankheiten" bezeichnet. Ärzte und medizinisches Personal geben Symptome, Geburtsjahr, Geschlecht sowie weitere Informationen über die Patienten und bekommen eine Liste möglicher Diagnosen angezeigt.

PyroScience ist ein Hersteller von Sauerstoffsensoren, die auf einer optischen Detektionstechnologie basieren. Das Unternehmen hat kompakte Labormessgeräte, Handmessgeräte mit Langzeit-Datenerfassung, sowie verschiedene OEM-Module für kundenspezifische Anwendungen im Portfolio.

Horizon 2020

"Das KMU-Instrument ist hoch kompetitiv und hilft kleinen und mittleren Unternehmen bei der Umsetzung neuer Produkte und Dienstleistungen mit disruptivem Potenzial", so die beiden FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. "Wir sind als Nationale Kontaktstelle für ‚ Horizon 2020‘ laufend bemüht, Forscherinnen und Forscher sowie Unternehmen bei der Antragsstellung bestmöglich zu unterstützen – mit Erfolg, wie die jüngsten Beispiele zeigen."

Das KMU-Instrument ist Teil des Europäischen Innovationsrates (EIC), ein Pilotprojekt in „Horizon 2020“, das hochkarätige Innovatoren und Unternehmer unterstützt. In der so genannten Phase 2 des KMU-Instruments werden Innovationsaktivitäten wie Demonstration, Erprobung, Pilotierung und Scale-up von Unternehmen finanziert.

Insgesamt fördert die Europäische Union in dieser Runde der so genannten Phase 2 des KMU-Instruments 65 kleine und mittlere Unternehmen aus 16 Ländern mit insgesamt 113 Millionen Euro.

Die nächste Bewerbungsfrist für das KMU-Instrument Phase 2 ist der 10. Oktober 2018, die Experten in der FFG stehen mit einem umfassenden Informations- und Beratungsangebot zur Verfügung.