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Österreich Investoren wollen neue Rechtsform für Start-ups.

  
   - Foto: Getty Images/iStockphoto/Rawpixel/IStockphoto.com
Die Austrian Angel Investors Association fordert von der künftigen Regierung eine neue Rechtsform für Start-ups und zusätzliche Investitionsanreize.

Start-ups könnten mit ihren Geschäftsmodellen einen massiven Beitrag zur Transformation der Wirtschaft leisten, sagt Werner Wutscher von der Austrian Angel Investors Association (AAIA). „Die Finanzierung ist essenziell.“ Gemeinsam mit der Initiative Austrian Start-ups und der Dachorganisation der österreichischen Risikokapitalgeber AVCO hat die AAIA deshalb einen Forderungskatalog für die künftige Regierung erarbeitet.

Neue Rechtsform für Start-ups

Darin wird unter anderem eine neue Rechtsform für Start-ups gefordert, die sich am Schweizer Modell einer Kleinen AG orientieren könnte und ein reduziertes Stammkapital von 20.000 Euro vorsieht. Von einer Aufsichtsratspflicht und einer verpflichtenden Wirtschaftsprüfung sollen Start-ups dabei ebenso entbunden werden wie von der Publikationspflicht in der Wiener Zeitung, heißt es in dem Diskussionspapier.

Förderungen für Start-ups empfiehlt die AAIA zumindest zur Hälfte vorschüssig auszuzahlen, um sie für innovative Jungunternehmen attraktiver zu machen. Förderprogramme sollten auch langfristig budgetär abgesichert werden, um Finanzierungsengpässe zu vermeiden, heißt es in dem Papier weiter.

Anreize für Investoren

Zur Diskussion gestellt werden auch zusätzliche Anreize für private Investoren und Steuerbegünstigungen für Investoren. Die AAIA spricht sich auch für eine Neuregelung der steuerlichen Verwertung von Verlusten und Gewinnen aus.

Angeregt wird auch die Einrichtung eines staatlichen Dachfonds zur Wachstumsfinanzierung. Staatliche Garantien sollen dazu beitragen, dass dafür auch institutionelle Anleger gewonnen werden können.

Dritter Markt für Inhaberaktien

Damit Start-ups auch in späteren Phasen ihren Finanzierungsbedarf decken können, wird vorgeschlagen, dass österreichische KMUs wieder in Form von Inhaberaktien das Einstiegssegement der Wiener Börse nutzen können.

Die Vorschläge der AAIA sind Teil der Austrian Startup Agenda (PDF), die sich als Wegweiser für politische Entscheidungsträger versteht und auch zahlreiche weitere Anregungen, darunter ein Gründungsstipendium und die Schaffung eines Digitalministeriums, enthält.  

(futurezone) Erstellt am 25.10.2017, 10:12

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