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Österreich Kleinster Defibrillator: PocketDefi setzt auf Crowdfunding.

So sieht der Pocketdefi aus
So sieht der Pocketdefi aus - Foto: liimtec
Das Grazer Start-up liimtec gab den Erhalt eines sechsstelligen Investments und Pläne für eine Crowdfunding-Kampagne bekannt.

Das Start-up liimtec rund um Gründer Jasper Ettema hat sich zum Ziel gesetzt, den kleinsten Defibrillator der Welt zu entwickeln. Das Gerät misst  10x8x5cm  und ist damit in etwa so groß wie zwei Packungen Taschentücher. „Jedes Jahr sterben 17 Millionen Menschen an Herzversagen. Acht Millionen davon könnten bei entsprechender Erstversorgung gerettet werden“, sagte Ettema Anfang des Jahres.

Nun konnte das junge Unternehmen einen weiteren Erfolg verbuchen. Mithilfe von Privatunternehmern und Business-Angels konnte ein sechsstelliges Investment eingesammelt werden. Mit dem zusätzlich zur FFG-Förderung eingesammelten Geld werden die Fertigstellung finanziert und das Zulassungsverfahren vorbereitet. Anschließend setzt liimtec auf Crowdfunding: „Anfang Oktober starten wir die Kampagne“, so Ettema zur futurezone: „Das Geld, das wir dort einnehmen, verwenden wir für das Zulassungsverfahren und den Start der Serienproduktion.“

Prototyp

Das Design sei bereits fertig, im Mai wurde es erstmals präsentiert. Nun arbeite man daran, den Prototypen zum Start der Crowdfunding-Kampagne fertig zu stellen. Als Zielgruppe für PocketDefi sieht man Personen mit medizinischem Vorwissen, also Ärzte, Krankenpfleger und Sanitäter.

Aber auch Personen ohne besondere medizinische Kenntnisse sollen den PocketDefi problemlos bedienen können. Ein wichtiger Punkt, auf den man bei der Entwicklung besonderen Wert gelegt hat, war die einfache Servicierung. Anstatt eines aufwändigen Wartungsservices soll vieles über eine mobile Internetverbindung gelöst werden können.

Zulassungsverfahren

Aufgrund der komplexen Zulassungsverfahren bei Medizinprodukten wird es bis zum Marktstart noch etwas dauern. „Frühestens im vierten Quartal 2018 könnte die Auslieferung starten“, sagt Ettema.

Das Start-up, das unter anderem vom AWS (Austria Wirtschaftsservice) durch eine Pre-Seed-Förderung und der FFG durch eine Basisprogramm-Förderung Unterstützung erhalten hat, sieht sich durch das nun aufgestellte Kapital auf dem richtigen Pfad: „Das sorgt natürlich für Sicherheit“, so Ettema. Im Rahmen des Crowdfundings wolle man sich dann die „Bestätigung durch den Markt“ einholen.

 

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen futurezone und aws (Austria Wirtschaftsservice).

(futurezone) Erstellt am 01.08.2017, 16:15

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