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Deal Mysms: Österreichisches WhatsApp geht an Lycos.

Gehört nun zu Lycos: mysms.com
Gehört nun zu Lycos: mysms.com - Foto: Mysms, Screenshot futurezone
Der Grazer Messaging-Dienst mysms, der weltweit rund drei Millionen Nutzer zählt, wird an die indische Lycos verkauft.

Der Grazer Messaging-Dienst mysms gehört künftig zum Firmengeflecht von Lycos, das teilte der mysms-Eigentümer Up To Eleven mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Bei Trending Topics ist von einer siebenstelligen Summe die Rede. Gegenüber der futurezone wollte Up-To-Eleven-Gründer Martin Pansy das weder bestätigen noch dementieren.

Offiziell tritt die TriTelA GmbH als Käufer von mysms auf. In ihrem Besitz findet sich auch die Content-Management und Analyseplattform SPH Wien und das Social-Media-Moditoring-Tool Kika Social. TriTelA wurde bereits zuvor von Lycos übernommen. Für das gesamte Paket sollen zwölf Millionen Dollar in Aktien geflossen sein.

Drei Millionen Nutzer weltweit

Mysms, das sowohl als App ( iOS, Android, Mac, Windows) als auch und Webdienst genutzt werden kann, zählt derzeit rund drei Millionen Nutzer weltweit. Die Basisversion ist kostenlos. Für Premium-Features, wie umfangreiche Backups, Message-Export, werden rund zehn Dollar pro Jahr verrechnet.  Für Nutzer soll sich vorläufig nichts ändern, heißt es in der Aussendung. Mysms werde während einer Überführungsphase weiterhin von dem Team aus Graz betrieben.

Lycos, das 1994 als Universitäts-Spin-off in den USA als Suchmaschine und Webportal startete, hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich. 2010 wurde das Unternehmen für 36 Millionen Dollar vom indischen Marketing-Unternehmen Ybrant Digital übernommen. Heute betreibt man neben dem Online-Werbegeschäft eine Suchmaschine , Chat- und Mail-Angebote, ein Online-Unterhaltungsprogramm sowie unter der Marke Lycos Life auch Wearables. Das Unternehmen stellt sich gerade im Kommunikatonsbereich neu auf. Mysms passe gut in dieses Vorhaben, sagt Pansy.

Von der TriTeIA GmbH samt mysms erwartet sich Lycos im ersten Jahr einen Ergebnisbeitrag von 1,5 bis zwei Millionen Dollar, wie es in einer Mitteilung von Lycos heißt.

Zweites Exit für Up To Eleven

Für die aus SMS.at hervorgegangene Start-up-Schmiede Up To Eleven ist der Verkauf von mysm der zweite Exit. Im August wurde Sms.at und das auf Geschäftskunden fokussierte websms  an die  das auf Kundendialoglösungen spezialisierte Unternehmen atms verkauft.  Im Portfolio des Unternehmens befindet sich auch das Start-up Nuki (vormals Noki), das mit intelligenten Türschlössern für Aufsehen sorgt, sowie die Gesundheitsplattform Instahelp.

(futurezone) Erstellt am 10.02.2016, 11:22

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