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Privatsphäre Oettinger: “Übertreibt es nicht mit dem Datenschutz”.

EU-Digitalkommissar Günther Oettinger steht erneut in der Kritik
EU-Digitalkommissar Günther Oettinger steht erneut in der Kritik - Foto: AP/Yves Logghe
EU-Digitalkommissar Günther Oettinger hat bei einem Manager-Treffen seine Meinung zum Thema Datenschutz kundgetan. Demnach sieht Oettinger Datenschutz als Wettbewerbsnachteil.

Bei einem Manager-Treffen im deutschen Baden-Württemberg hat der neue EU-Digitalkommissar Günther Oettinger seine Meinung zum Thema Datenschutz dargelegt.

Wie netzpolitik.org und die Stuttgarter Zeitung berichten, sieht Oettinger den Datenschutz als Wettbewerbsnachteil: “Übertreibt es nicht mit dem Datenschutz”. Wer Daten perfekt schütze, der könne sie nicht mehr nutzen. Selbst ein Unternehmen wie der Online-Schuhhändler Zalando, das noch nie Gewinne erwirtschaftet habe, sei an der Börse wegen des Zugriffs auf Kundendaten wertvoller als die Lufthansa. 

Noch im Oktober versprach Oettinger mehr Datenschutz und erklärte in einem Interview: “Beim Bürger muss die Herrschaft über Daten liegen, die ihn betreffen oder die von ihm stammen.”

Kritik an Oettinger

Günther Oettinger, der seit September in der EU-Kommission für das Ressort Digitalwirtschaft und Gesellschaft zuständig ist, hat sich für seine teils widersprüchlichen Aussagen einiges an Kritik gefallen lassen müssen. 

Den Promi-Nacktfoto-Skandal, bei dem Konten von Celebrities bei Online-Speicherdiensten gehackt worden waren, kommentierte er beispielsweise mit den Worten: “Wenn jemand so blöd ist und als Promi ein Nacktfoto von sich selbst macht und ins Netz stellt, kann doch nicht von uns erwarten, dass wir ihn schützen. Vor Dummheit kann man die Menschen nur eingeschränkt bewahren.”

Dass er sich eine Urheberrechtsabgabe für Internet-Anschlüsse vorstellen kann, wurde ebenso heftig kritisiert.

(futurezone) Erstellt am 03.12.2014, 08:36

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