Netzpolitik

Passwörter österreichischer Politiker frei im Netz zugänglich

Bereits Anfang dieses Jahres ist im Internet ein gewaltiger Datensatz mit gestohlenen Log-in-Informationen aufgetaucht. Mehr als 900 GB an Daten umfasst die sogenannte „Collection #1-#5“. Die Online-Rechercheplattform „Addendum“ hat diese nun ausgewertet.

Demnach sind von dem Leak 3,3 Millionen Österreicher betroffen. Auch von Politikern wurden E-Mail-Adressen und dazugehörige Passwörter entdeckt. Am stärksten betroffen sind demnach Polizei, Finanzministerium, das Land Steiermark sowie das Justizministerium.

Sieben Minister betroffen

Insgesamt seien 7800 E-Mail-Adressen samt deren Passwörtern in dem Daten-Leak, die auf Mitarbeitern von staatlichen Behörden zurückzuführen sind, schreibt Addendum. Auch hunderte Politiker und Parteimitarbeiter seien betroffen.

In dem gestohlenen Daten-Pool befinden sich auch Mailadressen samt Passwörter von sieben Ministern. Darunter Innenminister Herbert Kickl, Sozialministerin Beate Hartinger-Klein, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, Verkehrsminister Norbert Hofer, Familienministerin Juliane Bogner-Strauß, Vizekanzler Heinz-Christian Strache und Kanzleramtsminister Gernot Blümel.

Bin ich auch betroffen?

Wer nun selbst nachsehen will, ob seine E-Mail-Adresse samt Passwort in dem Daten-Leak enthalten ist, kann dieser unter der Website des Hasso-Plattner-Instituts machen.

Einer der populärsten Dienste, der hierbei hilft, ist die Plattform „Have I Been Pwned?“ (Wurde ich gehackt?) vom australischen Sicherheitsforscher Troy Hunt. Hunt sammelt bereits seit Jahren Datensätze, die von Hackern verwendet werden.

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