Science

“Gensammlung” für Batterien soll bessere Akkus ermöglichen

Wie beeinflusst Hitze die Performance von Akkus in Elektroautos? Wie wirkt sich kaltes Wetter auf die Batterien aus? Welchen Einfluss haben unterschiedliche Fahrstile oder Ladegeschwindigkeiten? Oder: Wie beeinflusst die Materialauswahl die Leistung der Akkus unter unterschiedlichen Bedingungen? Diese und noch weitere Fragen wollen US-Forschungseinrichtungen beantworten.

Dazu haben sie die Battery-Data-Genome-Initiative ins Leben gerufen. Sie soll Daten von Herstellerfirmen und Forscher*innen sammeln, um darauf aufbauend bessere Akkus zu ermöglichen.

Gemeinsamer Standard für Batteriedaten

Dazu brauche es eine Menge an Daten von vielen Quellen, sagt George Crabtree vom Argonne National Laboratory im US-Bundesstaat Illinois. Er ist auch Mitautor eines Papers, in dem die Ziele der Initiative formuliert werden. Veröffentlicht wurde es im Fachjournal Joule.

Geschaffen werden soll mit der Initiative unter anderem auch ein gemeinsamer Standard für Batteriedaten.

Vorbild Humangenomprojekt

Zum Vorbild hat sich die Initiative das Humangenomprojekt genommen, das es sich zum Ziel gesetzt hatte, das Genom des Menschen vollständig zu entschlüsseln - und dieses Ziel auch erreichte.

Crabtree ruft Hersteller und Forschungseinrichtungen dazu auf, sich an dem Projekt zu beteiligen, auch wenn sie nicht alle Daten teilen wollen. Einige werden sicher zögern, sich dem Projekt anzuschließen, weil es ihre Geschäftsgeheimnisse kompromittieren würde, wird Crabtree von Ars Technica zitiert. Die Entscheidung teilzunehmen, stehe aber allen offen.

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