Apps 13.02.2018

650.000 Snapchat-Nutzer fordern per Petition Design-Rückkehr

650.000 Snapchat-Nutzer fordern per Petition Design-Rückkehr
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Snapchat wird von einem Nutzer-Aufstand heimgesucht, weil das neue App-Redesign vor allem bei Jüngeren unbeliebt ist.

In der vergangenen Woche hat der Messaging-Dienst Snapchat die neueste Version seiner App ausgerollt. Die App wurde einem umfassenden Redesign unterzogen, das nun öffentlich auf wenig Akzeptanz stößt. Wie The Daily Beast berichtet, proben nun Millionen Snapchat-Nutzer den Aufstand. Einer Online-Petition auf change.org, in der Snapchat zur Rückkehr zum alten App-Design aufgerufen wird, sind bereits über 650.000 Personen beigetreten.

Unbeliebt ist das neue Design vor allem bei jüngeren Nutzern, der ursprünglichen Kernzielgruppe von Snapchat. Zahlreiche Nutzer haben durch den Umstieg auf das neue Design ihre "Streaks" verloren. Dabei handelt es sich um eine Kennzeichnung von Kommunikationsverläufen mit anderen Nutzern, die über einen gewissen Zeitraum durchgehend  (mindestens alle drei Tage) geführt wurden. "Streaks" gelten als besonders beliebte Snapchat-Funktion, die bisher auch nicht von der Konkurrenz (allen voran Instagram) kopiert worden war.

Jüngere Nutzer verwirrt

Das neue App-Design verwirrt viele Nutzer aber nun offenbar so sehr, dass sie es nicht schaffen, ihre "Streaks" fortzuführen. Auf anderen Social Networks drücken sie ihren Frust aus: "Wenn ich nicht 34 Snap Streaks mit mehreren Lebewesen für über 100 Tage hätte, würde ich Snapchat löschen, weil - yo - das neue Update ist Mist", twittert etwa ein College-Student. Ein Fake-Tweet, in dem behauptet wurde, dass Snapchat einen Design-Rückzieher macht, wurde 1,3 Millionen Mal retweetet. Der Beitrag ist nun auf Platz sechs aller jemales retweeteten Tweets.

Für die Rückkehr zum alten Design setzen sich auch einige US-Berühmtheiten ein, etwa Kylie Jenner oder Chrissy Teigen. Wie The Daily Beast berichtet, stehen ältere Snapchat-Nutzer dem Design-Umstieg weniger kritisch gegenüber. Möglicherweise liege das daran, dass diese Personen schon viele Erneuerungen bei App-Designs miterlebt haben, während jüngere Nutzer daran noch nicht so gewöhnt sind.

(futurezone) Erstellt am 13.02.2018