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Apps
05/26/2019

Die lustigsten und skurrilsten Foto-Apps für iOS und Android

Hasenohren und Geschlechtertausch. Dank Live-Filtern sind heutzutage lustige und beeindruckende Fotobearbeitungen möglich.

Die Nutzung des Smartphones hat über die Jahre einige interessante Veränderungen durchgemacht. Als zu Beginn die Geräte noch ohne Front bzw. Selfie-Kamera erschienen sind, ließ man noch von ganz anderen Dingen begeistern. Radio-Apps, Taschenlampen und die ersten mobilen Spiele waren es, die damals für Staunen sorgten. Vor allem in Sachen soziale Netzwerke tat sich aber schnell einiges. Während zu Anfang noch Facebook und seine kleine Konkurrenz kaum Mitbewerber im Bereich der Social-Apps hatten, sollte sich das relativ schnell mit immer besser werdenden Geräten und einer stärkeren Verbreitung ändern.

Als 2011 Snapchat auf den Markt kam, hat das Unternehmen schnell für Furore gesorgt und sowohl Social-Media- als auch Foto-Apps nachhaltig beeinflusst. Plötzlich war das einfache Kommunizieren über Fotos das große Ding. Jeder Schnappschuss wurde dabei an Freunde verschickt und mit Texten versehen. Die vielen Sticker und Filter, die dann dazukamen, waren aber besonders prägend. Um seinen Nutzern immer wieder lustige und neue Motive zu ermöglichen, entwickelt Snapchat unterhaltsame Filter am laufenden Band

Mit zunehmender Prozessorleistung der Smartphones wurden dabei auch die Live-Filter immer aufwendiger und sorgen bis heute immer wieder für Lacher und Staunen. Mittlerweile sind auch viele andere App-Entwickler auf diesen Zug aufgesprungen und bieten lustige, skurrile und teils verblüffende Foto-Apps an, die faszinierendes mit unseren Schnappschüssen anstellen können

B612

Die Foto-App B612 hat sich vor allem auf 3D-Emojis spezialisiert, die unsere Mimik kopieren. Mit mehr als 1500 Stickern und jeder Menge Augumented-Reality-Features (AR) kann diese App aber noch deutlich mehr, als simple Emojis auf Fotos zu zaubern. In viele verschiedene Kategorien unterteilt, lassen beispielsweise Hasen- oder Katzenohren auf Gesichter blenden.

Das Real-Time Beauty Feature lässt uns direkt und live am Gerät Schönheitskorrekturen vornehmen. Von der Kinnverlängerung bis zum Lifting ist dabei alles möglich. Selbst virtuelles Make-up kann eingeblendet und angepasst werden. Mit Hilfe der AR-Funktionen können außerdem virtuelle Objekte abseits der Gesichter im Foto platziert werden.

B612 ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

MSQRD

Als eine der ersten Apps, die nach Snapchat Face-Filter angeboten hat, ist MSQRD auch heute noch eine Erwähnung wert. Das weißrussische Start-up bot dank seiner Face-Tracking-Technology schon damals äußerst unterhaltsame Filter und Foto-Motive an. Die klassischen Hasenohren, Masken, Tiere und viel andere lustige und skurrile Filter sind vorhanden.

Nur Updates erhält die App seit nunmehr zwei Jahren nicht. MSQRD gehört nämlich zu den vielen Apps, die im Schlund von Facebook verschwunden sind. Der Funktion tut das keinen Abbruch, neue Features oder Filter sind aber nicht mehr zu erwarten.

MSQRD ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Face Swap Live

Das Vertauschen von Gesichtern ist fast so alt wie die Front-Kamera selbst. Gestartet als ganz simple Anwendung, sorgen Apps wie Face Swap bis heute für viel Gelächter. Damals wie heute ist die beliebteste Funktion ist das Tauschen von Gesichtern mit Freunden und Familie. Die App versucht dabei die jeweiligen Gesichtspartien sauber auszuschneiden und ordentlich auf den jeweils anderen Kopf einzupassen.

Gerade in sozialen Netzwerken tauchen dabei immer wieder auch unterhaltsame und teils verstörende Schnappschüsse auf, wo Nutzer ihre Gesichter mit zufälligen Objekten oder Tieren tauschen. Face Swap Live ermöglicht zusätzlich den Gesichtstausch mit vorgefertigten Filtern. So können beispielsweise bekannte Persönlichkeiten oder Tiere zum Überblenden herangezogen werden. Auch Objekte wie Hüte, Augenklappen oder Palmen stellen für die App kein Problem dar.

Face Swap Live ist um 1,09 Euro für iOS und Android erhältlich.

Doodle Booth

Wer Lust auf verspielte und bunte Fotobearbeitung hat, wird mit Doodle Booth seine Freude haben. Die auf den ersten Blick recht unscheinbare App bietet jede Menge Captions und Sticker an, die jedem Selfie den Doodle-Effekt verpassen. Die zeichnerischen Effekte können dabei in einer Art Standard-Modus eingeblendet und durchgeblättert werden. Die Fotos wirken dann, als wären sie mit einem Stift gezeichnet worden.

Zusätzlich bietet Doodle Booth noch Manga-Art an. Mithilfe der Effekte werden die eigenen Fotos dann im Manga-Stil überarbeitet und mit passenden Effekten und Rahmen versehen. Bunte Haare, Bärte, Mützen oder japanische Schriftzeichen sind nur einige der vielen Objekte, die zusätzlich auf den Bildern platziert werden können.

Doodle Booth ist kostenlos für iOS und Android erhältlich. Die Vollversion ist um 1,09 Euro per In-App Kauf erhältlich.

Snapchat

In einer Liste mit Live-Filtern darf natürlich auch Snapchat nicht fehlen. Wohl die beliebteste App in Sachen Live-Filter ist Snapchat eines der wenigen sozialen Netzwerke, dass sich nicht von einem Konkurrenten wie Facebook hat schlucken lassen. Während mittlerweile vor allem Instagram zum größten Konkurrenten mutiert ist, kann Snapchat dank lustiger und auch erstaunlicher Filter immer wieder auf sich aufmerksam machen.

Erst vor kurzem kursierten in den sozialen Netzwerken haufenweise Fotos und Videos von einem Snapchat-Filter, der Frauen und Männern das Äußere des jeweils anderen Geschlechts verpasste. Mit faszinierenden und teils überraschenden Ergebnissen.

Snapchat ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Graffiti Me und Graffiti Photo Editor

Wer seine trockenen Bilder künstlerisch nachbearbeiten möchte, kann sich auch einer einfachen App wie Graffiti Me bedienen. Die Anwendung erledigt dabei auf Wunsch die meiste Arbeit vollautomatisch. Im Auto-Paint Modus werden verschiedenste Street-Art Filter über die eigenen Schnappschüsse gelegt. Diese können dann individuell feinjustiert werden, um beispielsweise die Farben oder den Kontrast anzupassen.

In einem eigenen Modus kann außerdem individuell per Finger gemalt werden. So lassen sich recht simple Graffitis selbst aufmotzen. Mit der Tag-My-Work Option lassen sich außerdem noch eigene Unterschriften einblenden. Damit auch jeder weiß, wer für das Graffiti verantwortlich ist.

Graffiti Me (iOS) und Graffiti Photo Editor (Android) sind kostenlos in den jeweiligen Stores erhältlich.

OldBooth

Wenn die Großeltern ihre Fotoalben hervorkramen, kommen immer wieder interessante und lustige Fotos zutage. Der Look von damals ist dabei für viele heute unvorstellbar. Wer sich den Style seiner Großeltern trotzdem verpassen möchte, wird mit OldBooth einigen Spaß haben. Die App bietet mehr als 200 verschiedene Vorlagen, die über ein ganzes Jahrhundert verteilt sind.

Sechziger, Siebziger, Achtziger, kein Jahrzehnt stellt eine Herausforderung für OldBooth dar. Sämtliche Vorlagen können frei angepasst werden. Über zwei Schieberegler können außerdem Helligkeit und Kontrast justiert werden, um einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen.

OldBooth ist um 2,29 Euro für iOS und Android erhältlich.

Fazit

Das Spielen mit Fotos auf dem Handy ist beliebter denn je. Dank leistungsstarker Geräte und immer besser werdender künstlicher Intelligenz, sind der Fantasie bei der Live-Bearbeitung heute kaum noch Grenzen gesetzt. Vorreiter Snapchat ist dabei weiterhin die Referenz, wenn es um Live-Filter geht. Apps wie B612 oder Face Swap leisten aber genauso eindrucksvolle Arbeit.