B2B
28.02.2018

1,2 Milliarden: Baidu bringt Videodienst an die Wall Street

Die Einnahmen sollen vor allem in den Ausbau des Heimatgeschäfts des chinesischen Anbieters fließen.

Der Videodienst iQiyi des chinesischen Google-Rivalen Baidu will bei seinem Börsengang an der Wall Street mehr als 1,5 Mrd. Dollar (1,22 Mrd. Euro) einnehmen. Baidu halte derzeit 80,5 Prozent der Anteile und werde auch nach dem Finanzmarktdebüt die Kontrollmehrheit besitzen, teilte der Netflix-Konkurrent am Mittwoch mit. Der Gesamtwert von iQiyi könne bei mehr als acht Mrd. Dollar liegen. Marktführer Netflix kommt derzeit auf rund 126 Mrd. Dollar. Die Baidu-Tochter will ihre Einnahmen aus dem Börsengang in erster Linie zum Ausbau des Heimatgeschäfts nutzen, wo das Alibaba-Portal Youku den Wettbewerb anstachelt.

Ein Großteil soll in eigene Serien fließen. iQiyi zählt rund 50 Millionen Abonnenten und mehr als 420 Millionen monatlich aktive Smartphone-Nutzer. Seit der Firmengründung 2010 schreibt das Unternehmen Verluste. Im vergangenen Jahr lag der Fehlbetrag bei umgerechnet 484 Mio. Euro. Bei der letzten Finanzierungsrunde vor einem Jahr sammelte die Firma rund 1,5 Mrd. Dollar ein, darunter 300 Millionen von Baidu.