B2B
08.09.2015

Airbnb: 17 Millionen Gäste im Sommer 2015

Der Wohnungsvermittler verzeichnete ein starkes Wachstum an Buchungen in den vergangenen Jahren. In Zukunft möchte man seinen Nutzern noch mehr bieten.

Laut dem kürzlich veröffentlichten Reisereport von Airbnb benutzten diesen Sommer rund 17 Millionen Personen die Plattform zur Buchung von Unterkünften.

Im Vergleich zu den 47.000 Gästen im Sommer 2010 ist das eine 353-fache Steigerung. Im gesamten letzten Jahr verreisten über den Anbieter knapp 30 Millionen Menschen und somit mehr als die Hälfte der beinahe 55 Millionen seit der Gründung im Jahr 2008. Das Unternehmen erläutert, dass seine Kunden aus über 57.000 unterschiedlichen Städten und 150 Ländern weltweit kommen, im Durchschnitt 35 Jahre alt und mit 54% mehrheitlich Frauen sind. Die beliebtesten Reiserouten liegen jeweils innerkontinental, darunter Paris nach Lissabon, New York ins nördlich angrenzende Hudson Valley sowie Seoul nach Osaka.

Airbnb betont im Bericht auch seinen Wert für die teilnehmenden Gastgeber. Eine vom Unternehmen in Auftrag gegebene und vom ehemaligen US-Regierungsberater Gene Sperling durchgeführte Studie zeigt, dass der durchschnittliche Gastgeber in den USA mit dem Wohnungs-Sharing rund 6.580 Euro jährlich verdient. Dies entspricht einem Einkommensanstieg von 14 Prozent für eine Mittelklassefamilie.

Ausblick

Die Nacht des 8. Augusts dieses Jahres verbrachten weltweit beinahe eine Million Menschen in einer Airbnb-Wohnung, das bedeutet unternehmensinternen Rekord. Ginge es nach Co-Gründer Brian Chesky, soll dies in zukünftigen Sommern an jedem Tag erreicht werden. Um das Nutzererlebnis weiter zu verbessern, arbeitet die Plattform bereits mit Partnern wie Handy zur professionellen Reinigung der Unterkünfte oder Vayable zur Reiseplanung durch Ortsansässige zusammen. Zur Sicherstellung der Finanzierung dieser Projekte holte sich Airbnb im Juni 1,5 Milliarden Euro bei Investoren.

Um juristischen Problemen vorzubeugen erhebt Airbnb in manchen Städten bereits Steuern von seinen Nutzern. In Irland könnte Gastgebern wiederum eine Steuernachzahlung drohen. Zur Verbesserung der Position in zukünftigen Verhandlungen mit Regierungen wurde daher im Bericht auch ausdrücklich auf den ökonomischen Wert des durch Airbnb angekurbelten Tourismus hingewiesen. Neben der Nebenverdienstmöglichkeit für den Mittelstand sollen Cafés und Geschäfte in üblicherweise weniger besuchten Gegenden profitieren.

Nach Meldungen über sexuellen Missbrauch und verwüstete Häuser ist das Unternehmen mit Sitz in San Francisco auch um die Sicherheit seiner Nutzer bemüht. Zuletzt wurde eigens ein Trust & Safety Team mit 250 Mitarbeitern gegründet. Eigenen Angaben nach wurden von den 17 Millionen Gästen diesen Sommer weniger als 300 Meldungen eingereicht, die von der Abteilung als dringliche Situationen eingestuft wurden.