B2B
27.02.2018

Daimler steckt 1,5 Mrd. Euro in chinesische E-Auto-Produktion

Eine neue Fabrik in China soll Elektroautos der Marke Mercedes EQ produzieren. Das erste EQ-Modell soll 2019 erscheinen.

Der deutsche Autohersteller Daimler vertieft seine Beziehungen nach China. Wenige Tage nachdem sich der chinesische Autohersteller Geely einen 9,7-Prozent-Anteil an Daimler gesichert hat, kündigt Daimler ein massives Investment in eine neue Produktionsstätte in China an. Umgerechnet 1,5 Milliarden Euro sollen aufgewendet werden, um eine neue Fabrik zu errichten, in der Elektroautos der zukünftigen Mercedes-Schiene EQ hergestellt werden sollen.

Die Finanzierung für die neue Fabrik soll gemeinsam mit dem chinesischen Autokonzern BAIC sichergestellt werden. BAIC und Daimler haben bereits 1984 das Joint Venture Beijing Benz Automotive Corporation (BBAC) gegründet. Mit der Ankündigung des neuen Fabriksbaus betont Daimler laut Nikkei seine jahrzehntelange Partnerschaft mit BAIC. Im Zuge des Einstiegs von Konkurrent Geely bei Daimler war die BAIC-Aktie zuletzt unter Druck geraten. In Deutschland wird der steigende chinesische Einfluss bei Daimler mit größter Skepsis gesehen, berichtet die BBC.

Laut Electrek soll das erste Modell, das in der neuen chinesischen Fabrik vom Band rollen wird, das Mercedes-SUV EQC sein. Unter der Marke Mercedes EQ sollen in Folge einige weitere reine Elektroautos produziert werden. Daimler verfolgt eine konsequente Elektrifizierungs-Politik. Bis 2022 soll es jedes Mercedes-Modell in mindestens einer Variante mit reinem Elektroantrieb geben.