B2B
10.07.2018

Google droht wegen Android nächste Rekordstrafe

Der Internetkonzern könnte von den EU-Wettbewerbshütern gezwungen werden, tiefgreifende Änderungen bei seinem mobilen Betriebssystem vorzunehmen.

Weil Google den Smartphone-Herstellern bei der Verwendung von Android als Betriebssystem, seine eigenen Suchlösungen und Webbrowsing-Tools aufgezwungen haben soll, droht dem Technologiekonzern die nächste Rekordstrafe von der Europäischen Union. Es wird erwartet, dass die Strafe in der Höhe von mehreren Milliarden Euro liegt. Das Urteil soll noch im Juli veröffentlicht werden.

Google wird vorgeworfen, anderen Smartphone-Herstellern, die beim Betriebssystem Android verwenden, unter Druck zu setzen. Demnach verlangt Google etwa von Samsung, Huawei oder HTC, dass die Google-Dienste wie Chrome, Youtube, Suchmaschine etc, auf den Android-Geräten vorinstalliert werden. Sollten sich Smartphone-Hersteller weigern, würde Google drohen, ihnen den Zugang zum Google PlayStore, quasi dem einzig vertrauenswürdigen Android-App-Store zu verweigern.

Änderungen bei Android

Die EU-Wettbwerbskommissarin Margrethe Vestager argumentiert, dass sich Google beim Abschluss dieser Vereinbarungen seine quasi-monopolistische Dominanz zu Nutze macht. Die Vereinbarungen selbst würden Googles Vorherschafft im Internet-Ökosystem weiterhin garantieren.

Es wird erwartet, dass das Urteil weitreichende Auswirkungen darauf haben wird, wie Google in Zukunft mit dem Android-Betriebssystem umgeht. Eine Folge des Urteils könnte sein, dass der Technologiekonzern tiefgreifende Änderungen an seiner Android-Praxis vornehmen wird müssen.