B2B
02/27/2019

Kalaschnikow bringt billige Kamikaze-Drohne

Der Rüstungskonzern will die Drohne an kleinere Armeen verkaufen. Experten warnen vor einer „Demokratisierung smarter Bomben“.

Das vor allem für das Sturmgewehr AK-47 bekannte russische Rüstungsunternehmen Kalaschnikow setzt nun auch auf Drohnen. Auf einer Rüstungsmesse in Abu Dhabi warb Kalaschnikow für seine Kamikaze-Drohne KUB-UAV. Das Gerät, das bis zu 130 Stundenkilometer erreichen soll und 30 Minuten in der Luft bleiben kann, soll laut Herstellerangaben bis zu drei Kilogramm Sprengstoff befördern können.

Kalaschnikow wirbt vor allem bei kleineren Armeen für seine Kampfdrohne. Das Unternehmen nannte zwar keinen Preis, ließ aber wissen, dass die KUB-UAV „sehr günstig“ sein werde, berichtet die „Washington Post“.

Rüstungsexperten warnen

Rüstungsexperten warnten gegenüber der Zeitung vor einer „Demokratisierung smarter Bomben“. Drohnen wie die KUB-UAV könnten kleinere Armeen auf Augenhöhe mit technologisch fortgeschrittenen Einsatztruppen bringen könnte, sagte der Nicholas Grossmann, der Autor des Buches „Drones and Terrorism“ (Drohnen und Terrorismus) zur „Washington Post“.

Kamikaze-Drohnen wurden in den vergangenen Jahren etwa immer wieder vom Islamischen Staat (IS) bei Kämpfen im Irak und Syrien zum Einsatz gebracht. Dabei wurden meist handelsübliche Drohnen mit Sprengstoff versehen. Im Vergleich dazu kann die Kalaschnikow-Drohne präziser agieren und auch mehr Sprengstoff transportieren.