B2B
12.10.2018

Leak: Amazon tarnt Rechenzentren mit TV-Serien-Pseudonymen

Auf WikiLeaks sind die Standorte von über 100 Amazon Rechenzentren aufgetaucht. Bei der Namensgebung hat man sich unter anderem von der Serie Seinfeld inspirieren lassen.

Zuletzt ist auf der Plattform WikiLeaks ein als höchst vertraulich eingestuftes Amazon Dokument aufgetaucht. Es listet die genauen Standorte von über 100 Rechenzentren des Cloud-Computing-Anbieters auf. Bisher war nur eine ungefähre Region bekannt. Damit sie auch ja geheim bleiben, setzt Amazon bei der Namensgebung auf offenbar willkürlich gewählte Pseudonyme. So hat man sich bei einem Rechenzentrum offenbar von der TV-Serie Seinfeld aus den 90er Jahren inspirieren lassen.

IAD77 = Vandelay Industry

IAD77 in Manassas im US-Bundesstaat Virginia hat etwa den Namen Vandelay Industries. Dabei handelt es sich um ein fiktionales Unternehmen, in dem sich George Costanza in der dritten Staffel der TV-Serie Seinfeld für einen Job vorstellen gehen muss. Wie in dem auf WikiLeaks veröffentlichten Bericht zu lesen ist, tragen alle Mitarbeiter des Rechenzentrums auch Vandelay Industries Ausweise und müssen dieses Pseudonym auch in allen Gesprächen mit ihren Managern verwenden.

Amazon Rechenzentren sind über die ganze Welt – in den USA, Europa, Südamerika, Asien und Australien – in neun verschieden Ländern verteilt. Alleine im US-Bundesstaat Virginia befinden sich 38 davon. Auf WikiLeaks ist auch eine Karte veröffentlicht worden, die die genauen Standorte anzeigt. Aktuell soll Amazon um einen zehn Milliarden Dollar Auftrag für eine private Cloud für das US-Verteidigungsministerium mitbieten.