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B2B
10/20/2020

Magenta: Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice länger

Eine stabile Internetverbindung ist Mitarbeitern laut einer Untersuchung wichtiger als die Kantine oder ein moderner Schreibtisch.

von Franziska Bechtold

Es sollte inzwischen keinen mehr überraschen: Die Corona-Pandemie zwang zahlreiche Unternehmen, ihre Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken. Während das für einige kein Problem darstellte, sahen sich vor allem kleine Unternehmen vor großen Herausforderungen, um ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen. Das ergab eine aktuelle Erhebung von Magenta Telekom und dem Marktforschungsinstitut marketmind unter 720 Entscheidern im Zeitraum Februar 2020 bis Juli 2020 und die Analyse der Nutzungsdaten von Magenta.

Demnach arbeitete jeder zweite der Befragten im Homeoffice. 70 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sahen dadurch eine Verbesserung ihrer persönlichen Situation, 80 Prozent empfanden es als eine Verbesserung der Arbeitswelt. Diese Zahlen decken sich mit einer Umfrage des ÖGB im Juli. Zudem konnte Magenta messen, dass Menschen im Homeoffice früher mit der Arbeit beginnen und später aufhören. In dieser längeren Arbeitszeit wurde ein Anstieg des Datenvolumens um 40 Prozent verzeichnet. 

Massiver Anstieg bei Internettelefonie

Zu Beginn der Corona-Pandemie sei vor allem die Hardware, etwa ein geeigneter Computer, die wichtigste Voraussetzung für die Arbeit zu Hause gewesen. Diese Gewichtung verlagerte sich zunehmend hin zu einem Bedürfnis nach flächendeckender guter und stabiler Internetverbindung. "Konnektivität wird wichtiger als Kantine, Parkplätze und moderne Schreibtische", erklärte Maria Zesch, CCO Business & Digitalization bei Magenta Telekom, am Dienstagmorgen in einem Pressegespräch. Dass Magenta parallel zur Pressekonferenz mit einer Störung des Festnetzinternets zu kämpfen hatte, die in vielen Haushalten den Internetzugang lahm legte und so die Telearbeit unmöglich machte, war dabei eine sprichwörtliche Ironie des Schicksals.

Die Nutzung von Internettelefonie stieg während der Pandemie um 225 Prozent. Auch der Einsatz von Sicherheits-Tools wie VPN und Antiviren-Programme sind um 76 Prozent gestiegen - eine Maßnahme die sicherlich auf das gestiegene Bewusstsein für Datenschutz und Cybersecurity während der Telearbeit zurückzuführen ist. So gab es während der Pandemie einen deutlichen Anstieg bei Phishing- und Ransomware-Attacken. Auch das Versenden von Nachrichten stieg um 48 Prozent an.

KMUs nutzen wenige digitale Tools

Allerdings sieht Zesch vor allem bei kleineren und mittelständigen Unternehmen noch Ausbaubedarf. Während E-Mail und digitale Kalender von den meisten KMUs genutzt wurden (83 Prozent), konnten lediglich 58 Prozent der Mitarbeiter im Homeoffice auf Firmendokumente zugreifen. Nur 38 Prozent erhielten die Möglichkeit zum Informationsaustausch via Chat mit den Kollegen und 36 Prozent nutzten Videokonferenzen. 

Wenig überraschend ist auch die Roaming-Nutzung während der Reisebeschränkungen massiv zurückgegangen. Im Business-Bereich sank die Nutzung um 80 Prozent. Allerdings wurden hier deutliche Unterschiede zwischen den Ländern festgestellt. In Deutschland wurde ein Rückgang um lediglich 15 Prozent gemessen, in den USA hingegen über 90 Prozent, in Schweden 80 Prozent und in England 85 Prozent. Private Reisen und damit verbundene Roaming-Nutzung haben nach dem Lockdown wieder deutlich zugenommen.

Neue Karrierechancen

Die Chancen bei dieser Entwicklung sieht Zesch vor allem beim Einsparen von CO2 durch verringerte Reisetätigkeiten, Kostenersparnis für Unternehmen und bessere Karrierechancen für Menschen, für die es nicht möglich war, häufige Geschäftsreisen anzutreten. Zudem könnten Firmen und Mitarbeiter auch ländliche Standorte in Betracht ziehen, da man nicht mehr ständig vor Ort sein müsse. Dabei spiele auch der 5G-Ausbau eine Rolle. So sollen auch Nutzer schnelles Internet erhalten, die derzeit noch unterversorgt sind. 

Zudem müssten neue Modelle des Zusammenarbeitens entwickelt werden, bei denen einige Mitarbeiter zu Hause und andere im Büro "hybrid arbeiten", wie es Zesch nennt. Zudem müssten die gesetzlichen Grundlagen, Vertragsbedingungen und Betriebsvereinbarungen auf die neuen Bedürfnisse angepasst werden. So müsste künftig Themen wie die datenschutzkonforme Nutzung von Privathandys im beruflichen Umfeld von den Unternehmen geregelt werden. Fest stehe jedenfalls, dass der Trend zum Homeoffice bleiben werden, sagt Zesch: "Wir erleben einen Paradigmenwechsel in unserer Arbeitswelt". 

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