Dogger Bank

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277 Turbinen: Größter Offshore-Windpark der Welt liefert Strom

Es soll der größte Offshore-Windpark der Welt werden: das Projekt „Dogger Bank“, welches 130 Kilometer vor der Küste von Yorkshire in Nordengland liegt. Nun ging die erste von insgesamt 277 Turbinen in Betrieb. Sie wurde an das britische Stromnetz angeschlossen und versorgt jetzt Haushalte und Unternehmen mit Strom. Nach der Fertigstellung wird der Windpark über eine Kapazität von 3,6 GW verfügen, berichtet das Businessportal Norwegen. Mit der Inbetriebnahme aller Turbinen wird aktuell 2026 gerechnet.

Weltweit größtes Windrad im Einsatz

Dogger Bank wurde zusammen von der britischen SSE mit der norwegischen Equinor und Vargronn entwickelt und ist insgesamt für 6 Millionen Haushalte dimensioniert. Bei der Turbine, die jetzt in Betrieb genommen wurde, handelt es sich um eine der größten und leistungsstärksten Windräder weltweit und zwar um die 13-MW-Turbine Haliade-X von GE Vernova. Die Entwickler*innen sagen, dass jede Umdrehung der 107 Meter langen Rotorblätter der ersten Turbine der Dogger Bank genug Energie produzieren könnte, um ein durchschnittliches britisches Haus 2 Tage lang mit Strom zu versorgen, heißt es in einem Bericht des Guardian. Die erste Stromlieferung erfolgte am Dienstag.

Aktuell ist der Offshore-Windpark Hollandse Kust Zuid vor der niederländischen Küste der größte. Er wurde erst Anfang Oktober offiziell eingeweiht. Wenn Dogger Bank fertig gestellt ist, wird er Hollandse Kust Zuid allerdings ablösen, denn er ist zweieinhalb Mal so groß dimensioniert. Das soll 2026 passieren. Der Windpark wird insgesamt in 3 Phasen und in 3 Arealen gebaut, die als Dogger Bank A, B und C bezeichnet werden. Insgesamt soll der Offshore-Park eine Fläche einnehmen, die fast so groß ist wie der Großraum London und fast doppelt so groß wie New York City

Dogger Bank soll 9 Milliarden Pfund (10,44 Milliarden Euro) gekostet haben und für Großbritannien bedeutend sein, wenn es um die Reduktion von Gas und konkret die Reduktion von Gas aus Russland geht. Erst vergangenes Jahr wurde außerdem in Schottland ein Offshore-Windpark in Betrieb genommen, der Windpark Seagreen.

Steigende Kosten

Offshore-Windparks kämpfen gerade mit massiv steigenden Kosten bei Material, Arbeitszeit und Finanzierung der Projekte. Anfang des Jahres gab der schwedische Energiekonzern Vattenfall bekannt, dass er die Arbeiten am milliardenschweren Windpark Norfolk Boreas einstellen werde, da er aufgrund steigender Kosten nicht mehr rentabel sei. An Dogger Bank will die britische Regierung jedoch festhalten.

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