B2B
12.03.2018

Samsung Galaxy S9 verkauft sich deutlich schlechter als erwartet

Um die Hälfte weniger Vorbestellungen als beim Vorgänger Galaxy S8 sollen bei Samsung-Händlern eingegangen sein.

Die Anzahl der Vorbestellungen zählen mit zu den wichtigsten Gradmessern, ob ein neues Smartphone erfolgreich sein wird oder nicht. Glaubt man dem Analysten Jeff Johnson, der verfügbare Daten hochgerechnet hat, dann sollten bei Samsung spätestens jetzt die Alarmglocken schrillen. Seinen Ausführungen zufolge ist der Vorverkauf des Galaxy S9 (zum futurezone-Test) extrem schleppend gestartet. Gerade einmal 50 Prozent der beim Vorgängergerät Galaxy S8 eingegangenen Bestellungen habe der Konzern bisher beim S9 verzeichnet. Das deutet auf wenig Begeisterung zum Marktstart hin.

Samsung Galaxy S9 in Bildern

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Samsung Galaxy S9

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Auch in Südkorea eher schwach

Die Zahlen decken sich mit dem Verkaufsstart in Samsungs Heimatmarkt Südkorea. Laut Appleinsider wurden am ersten Tag dort nur 180.000 Geräte verkauft, während das S8 noch 260.000 Personen ansprechen konnte. Dem Analysten zufolge deuten die Zahlen in Kombination mit den berichteten Produktionsdrosselungen beim iPhone X darauf hin, dass Kunden weniger schnell auf neue Smartphones umsteigen und mit den angepriesenen neuen Funktionen einfach nicht mehr so leicht zum Kauf bewegt werden können, als noch vor wenigen Jahren.

Die kolportierten enttäuschenden Absatzzahlen beim Galaxy S9 sind unmittelbar eher für die Zuliefererfirmen als für die Hersteller problematisch. Apple etwa verzeichnete allen Unkenrufen zum Trotz das beste Quartal seiner Geschichte - eben auch, weil die neuerliche Verteuerung des Highend-Modells iPhone X mehr Geld als jemals zuvor in die Konzernkassa spülte. Auch bei Samsung wird sich wohl erst in einigen Monaten zeigen, ob der höhere Preis des Geräts schlechtere Verkaufszahlen wettmachen kann bzw. der Konzern durch die wenigen Neuerungen sich zumindest bei der Entwicklung einiges einsparen konnte.

Weniger Nachfrage - sinkende Preise?

Für die Zuliefererfirmen - zu denen auch Samsung mit seinen OLED-Displays zählt - könnten die geringeren Stückzahlen aber eher zum Problem werden. Sämtliche Firmen von Chipherstellern bis zu Sensorenlieferanten sind davon betroffen. Mittelfristig muss sich allerdings auch zeigen, wie die Premiummarken Apple und Samsung mit der geringeren Nachfrage umgehen werden oder diese auch wieder ankurbeln werden. Analyst Johnson geht davon aus, dass die gesamte Industrie nach steigenden Smartphone-Preisen mit Nachlässen reagieren muss, um die Verkäufe auf dem gesättigten Weltmarkt anzukurbeln.