B2B
01/17/2013

SAP-Manager bekommen geringere Boni

Trotz Rekordjahr werden die Zahlungen reduziert

Obwohl Europas größtes Softwareunternehmen SAP 2012 ein Rekordjahr hingelegt hat, sinken die Boni für die Mitarbeiter deutlich, nämlich auf 100 Prozent eines Monatsgehalts nach 130 Prozent im Vorjahr. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher dem „Mannheimer Morgen". Grund sei das nicht erreichte interne Gewinnziel.

Der Softwarekonzern hatte am Dienstag seine vorläufige Bilanz für 2012 vorgelegt und dabei das interne Ziel von knapp 5,3 Milliarden Euro Betriebsergebnis knapp verfehlt. Gemäß einer internen Skala bei SAP wäre der Bonus deshalb eigentlich sogar unter 100 Prozent gefallen, wurde der Sprecher weiter zitiert.

100 Millionen Euro
Das habe es in der SAP-Geschichte noch nie gegeben. Doch das Management reagierte dem Blatt zufolge: „Als Anerkennung für die Leistung der Mitarbeiter hat sich der Vorstand trotz des verfehlten Ziels entschieden, weitere 100 Millionen Euro für die Boni zur Verfügung zu stellen," sagte der Sprecher. Auf diese Weise würde die Beteiligung „künstlich" auf 100 Prozent eines Monatsgehalts angehoben.

Dementi seitens SAP
SAP selbst dementierte den Bericht der Zeitung. Ein Sprecher des Dax-Konzerns bezeichnete diese Darstellung als falsch. In dem Bericht seien verschiedene Bestandteile der variablen Vergütung durcheinandergeraten. Außerdem gebe es seit kurzem weitere, ganz neue Säulen in dem System, das die zusätzlichen Zahlungen und Leistungen neben den festen Monatsgehältern regelt. Schon deswegen sei ein Vergleich einzelner Leistungen ohne das neue Gesamtbild des geänderten Vergütungssystems nicht mehr möglich. Der „Mannheimer Morgen" erklärte dagegen, bei seiner Darstellung zu bleiben, dai n einem Gespräch mit der SAP-Pressestelle entsprechende Äußerungen gefallen seien.

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