B2B
15.03.2018

Selbstfahrende Autos: Magna steckt 200 Millionen in Lyft

Beide Firmen wollen gemeinsam an autonomen Fahrzeugen arbeiten. Magna wird die Technologie aber auch anderen Autoherstellern anbieten.

Der kanadisch-österreichische Automobilzulieferer Magna und der US-Fahrtendienst Lyft haben eine Kooperation bei der Entwicklung selbstfahrender Autos angekündigt. In den nächsten Jahren soll ein gemeinsames Roboterauto entstehen. Das Automodell soll einerseits im Lyft-Netzwerk eingesetzt werden, andererseits soll Magna die Technologie dafür auch anderen Autoherstellern zur Verfügung stellen können. Eine 200 Millionen Dollar starke Investition von Magna in Lyft soll die optimistischen Erwartungen für dieses Geschäft bekräftigen.

"Zugang demokratisieren"

"Eine neue Mobilitätslandschaft entsteht und Partnerschaften wie diese schieben uns an die Spitze dieser Veränderung", meint Magna-Technologiechef Swamy Kotagiri. "Gemeinsam mit Magna beschleunigen wir die Einführung selbstfahrender Autos, indem wir unsere Technologie mit Autoherstellern auf der ganzen Welt teilen", kommentiert Lyft-CEO Logan Green den Deal. "Das ist ein völlig neuer Ansatz, der den Zugang zu dieser transformativen Technologie demokratisieren wird."

Konkurrenzkampf

Die Ingenieure von Lyft werden die Leitung der gemeinsamen Fahrzeugentwicklung an einem Firmenstandort in Palo Alto übernehmen. Magna wird seinerseits Techniker nach Kalifornien entsenden und sämtliche Produktionsprozesse übernehmen. Mit der Kooperation wollen Lyft und Magna mit starken Konkurrenten Schritt halten. Als die größten Mitbewerber gelten Google-Tochter Waymo und Fahrtendienst-Marktführer Uber, berichtet Forbes. Beide Unternehmen testen ihre autonomen Fahrzeuge bereits seit einiger Zeit im US-Bundesstaat Arizona. Die selbstfahrenden Chrysler-Minivans von Waymo sind so weit ausgereift, dass Privatpersonen zu Testzwecken bereits ohne Sicherheitstechniker am Steuer chauffiert werden.

Zweispurige Strategie

Lyft hat seine Fühler im Bereich selbstfahrendes Autos bereits vor der Kooperation mit Magna weit ausgestreckt. Der Fahrtendienst zeigt sich deswegen auch der Idee gegenüber aufgeschlossen, künftig selbstfahrende Autos diverser Hersteller in sein Netzwerk aufzunehmen, nicht nur das mit Magna entwickelte Roboterauto.