Tesla Model S electric car at a supercharger charging station

© Getty Images / Sjoerd van der Wal/IStockphoto.com

B2B
05/15/2020

Teslas "Eine-Million-Meilen"-Batterie in den Startlöchern

Die neuen Batterien, die E-Autos günstiger machen sollen, könnten noch heuer im Model 3 zunächst in China eingebaut werden.

Tesla-Chef Elon Musk treibt Insidern zufolge seine Pläne zur Einführung einer besonders günstigen Batterietechnik voran, die Elektroautos konkurrenzfähig mit herkömmlichen Benzinern machen soll. Die neuen Akkus, die auf eine Lebensdauer von einer Million Meilen ausgelegt seien, wolle der US-Elektroautopionier noch im Laufe dieses oder Anfang nächsten Jahres in seinem Model 3 zunächst in China einbauen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Gemeinsam mit CATL entwickelt

Die Technologie sei gemeinsam mit dem chinesischen Batteriehersteller CATL entwickelt worden und soll ohne das teure Schwermetall Kobalt auskommen. Die Neuentwicklung ist Teil einer umfassenden Strategie von Tesla, in der gebrauchte Akkus recycelt werden und es dem umtriebigen Unternehmer aus dem Silicon Valley so erlauben, groß ins Energiegeschäft einzusteigen.

Vor einigen Jahren hatte der Milliardär bereits in Südaustralien einen Auftrag an Land gezogen, einen Batteriepark zu errichten, bei dem gebrauchte Lithium-Ionen-Akkus zu einem großen Batteriepark zusammengeschlossen wurden. Die Anlage dient dazu, Strom aus Windenergie zu speichern und an windarmen Tagen abzugeben.

Auch an Herstellungsverfahren wird gefeilt

Tesla arbeitet außerdem an der Einführung einer hochautomatisierten Batterieherstellung, um die Arbeitskosten zu senken. Das Verfahren soll in Fabriken eingesetzt werden, die laut den Insidern bedeutend größer sein sollen, als Teslas Giga-Fabrik in Nevada.

Bereits im Februar hatte Reuters berichtet, dass CATL ein neues Verfahren entwickelt habe, um die Dichte und Sicherheit der Batterien zu erhöhen. Bei dieser Cell-to-pack-Technologie werden die Zellen direkt in den Batteriepack integriert. Bis jetzt werden die Akkus zunächst in Modulen verbaut, die wiederum zu Batteriepacks zusammengebaut werden. Auch dadurch sollen die Kosten sinken.

 

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