FILE PHOTO: Small toy figures are seen in front of diplayed Zoom logo

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Was Zoom nach der Corona-Pandemie machen will

Kaum ein anderes Unternehmen hat von der Corona-Krise derart profitiert. Der Videokonferenz-Dienst Zoom war vor dem Frühjahr 2020 kaum jemanden bekannt. Danach setzte Zoom zu einem explosiven Wachstum an. Hautsächlich angetrieben von Homeoffice und Social-Distancing.

Für das angebrochene Geschäftsjahr peilt die Firma ein Umsatzplus von mindestens 42 Prozent an. Anleger feierten die frischen Quartalszahlen und die Prognose mit einem Kurssprung von zeitweise rund 9 Prozent im nachbörslichen Handel am Montag.

Im Ende Jänner abgeschlossenen vergangenen Geschäftsjahr sprang der Umsatz von 623 Millionen auf 2,65 Milliarden Dollar (2,20 Mrd. Euro) in die Höhe.

Was kommt nach dem Homeoffice?

Die große Frage ist jedoch, wie weit Zoom noch wachsen kann - oder ob das Unternehmen im Corona-Boom mit Lockdowns und Heimarbeit sein Marktpotenzial weitgehend ausgeschöpft hat. Und wie wird es mit Videokonferenzen nach dem Ende der Pandemie weitergehen.

Der Plan von Zoom für die Zukunft ist, die starke Position bei Videokonferenzen als Brückenkopf zu nutzen, um sich dauerhaft auch im künftigen Büroalltag festzusetzen. Der Schlüssel dafür ist Telefonie.

Zoom Phone

Zoom Phone soll die bisherigen Telefonsysteme der Unternehmen ersetzen und gleichzeitig eine nahtlose Integration mit Videokonferenzen erlauben. Im vergangenen Quartal gewann Zoom als Telefonkunden unter anderem die Universität von South Carolina mit 21.000 Anschlüssen und den weltgrößten Musikkonzern Universal Music.

Zoom war mit der Corona-Krise in eine neue Liga aufgestiegen. Die Firma sollte ursprünglich Videokonferenzen für Unternehmen zur Verfügung stellen. In der Pandemie nahm aber nicht nur die Nutzung in Firmen zu: Auch Privatpersonen greifen zu Zoom für alle möglichen Gelegenheiten - von Familientreffen bis Yoga-Stunden.

Kundenstruktur von Zoom

Das Geld verdient Zoom allerdings nach wie vor im Geschäft mit größeren Unternehmen. Zum Ende des Geschäftsjahres hatte Zoom über 467.000 Kunden mit mehr als zehn Mitarbeitern - binnen drei Monaten kamen rund 33.000 hinzu. Solche Kunden brachten 63 Prozent der Erlöse ein.

Beim Telefonie-Angebot gewann Zoom bisher 10.700 Kunden mit mehr als zehn Mitarbeitern. Er wolle Zoom auch verstärkt als Plattform für Online-Events etablieren, sagte Gründer und Chef Eric Yuan in einer Videokonferenz mit Analysten.

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