Digital Life
25.10.2017

"Bad Rabbit": Neue Welle von Cyberattacken trifft Europa

Die Schadsoftware „Bad Rabbit“ breitet sich in Russland, der Ukraine, aber auch in der Türkei und Deutschland aus.

Computer in Russland und der Ukraine wurden am Dienstag Ziel einer Ransomware-Attacke, auch Rechner in der Türkei und Deutschland sollen laut Sicherheitsforschern von den Angriffen mit der Schadsoftware „Bad Rabbit“ betroffen sein. Laut Kaspersky Labs hat die Ransomware bereits mehr als 200 Systeme befallen haben. Unter den Opfern befindet sich die russische Nachrichtenagentur Interfax, die gänzlich lahmgelegt wurde, sowie der Flughafen von Odessa. Dort kam es am Dienstag zu Flugverspätungen.

Lösegeld

Nutzer infizierter Systeme werden aufgefordert Lösegeld in der Höhe von 0,05 Bitcoin (umgerechnet etwa 270 Euro) zu bezahlen, um ihre Daten wieder zu entschlüsseln. Ihnen wird dazu 40 Stunden Zeit gegeben, danach erhöht sich laut Sicherheitsforschern der Preis. Wer hinter den Angriffen steht ist unklar.

NoPetya und WannaCry

Die Angriffswelle erinnert an die NoPetya-Attacke vom Juni und die Angriffe mit dem Erpresser-Trojaner WannaCry im Mai , die zahlreiche Behörden und Unternehmen in Russland und Europa lahmlegten. Ob es einen Zusammenhang zwischen der „Bad Rabbit“-Attacke und den vorangegangenen Angriffen gibt, wird untersucht.