A constructor works on the so-called Tsar Bomba in an unknown location in USSR

© via REUTERS / ROSATOM

Digital Life
08/30/2020

Bisher geheime Aufnahmen von Zar-Bombe auf YouTube zu sehen

Die russische Atombehörde hat eine 40-minütige Doku über die stärkste Wasserstoffbombe aller Zeiten veröffentlicht.

Die Zündung der Zar-Bombe war der Höhepunkt der atomaren Wettrüstens zwischen den USA und der Sowjetunion zu Zeiten des Kalten Krieges. Die Wasserstoffbombe mit der offiziellen Bezeichnung AN602 war die stärkste ihrer Art. Mit einer Sprengkraft von 50 Megatonnen war sie rund 3800 Mal so stark wie die Hiroshima-Atombombe. Am 30. Oktober 1961 wurde die Bombe über der Inselgruppe Nowaja Semlja im Nordpolarmeer gezündet.

A plane drops the so-called Tsar Bomba in a test over the Novaya Zemlya archipelago

Doku auf YouTube

Die russische Atombehörde Rosatom hat nun eine Dokumentation auf YouTube veröffentlicht, die bisher nicht gezeigte Aufnahmen von den Vorbereitungen und der Durchführung des Tests enthält. Wie The Barents Oberserver berichtet, sieht man Bilder von der Entwicklung der Bombe, ihres Transports zu einer Militärbasis auf der Kola-Halbinsel und des Fluges der Bombe an Bord eines T-95-Bombers - der gegen die enorme Hitze durch die Explosion einen speziellen Anstrich bekommen hatte.

65 Kilometer hoher Atompilz

Die Bombe wurde über dem Testgebiet abgeworfen und schwebte an einem riesigen Fallschirm in die Tiefe. In vier Kilometer Höhe wurde sie schließlich gezündet. Der Bomber befand sich zu dem Zeitpunkt bereits 45 Kilometer vom Detonatonsort entfernt, die Stärke der Druckwelle brachte es dennoch beinahe zum Absturz. Der Feuerball durch die Explosion dehnte sich bis auf 30 Kilometer Höhe aus. Er verwandelte sich in einen Atompilz mit einem Durchmesser von 90 Kilometer und einer Höhe von 65 Kilometer.

A cloud of smoke and dust rises in the sky after the so-called Tsar Bomba was detonated in a test over the Novaya Zemlya archipelago

Kernwaffenversuch-Vertrag

Die Explosion war noch in 1000 Kilometer Entfernung (u.a. in Norwegen) zu sehen. Das resultierende Erdbeben wurde auf der ganzen Welt gemessen. Glücklicherweise war eine Folge des Tests, dass die USA und die Sowjetunion Atombombentests beschränkten - vor allem solche in der Erdatmosphäre, die großflächige radioaktive Niederschläge mit sich brachten.

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