Digital Life 15.04.2018

Daten von 57 Millionen Kunden gestohlen: Keine Strafe für Uber

© Bild: afp, Josh Edelson

2016 waren Uber Daten von Millionen Fahrgästen abhanden gekommen. Der Konzern muss keine Strafzahlungen an die zuständige Behörde leisten.

Obwohl das skandalgeschüttelte Start-up den Vorfall damals verschwieg, Hackern 100.000 Euro zahlte, um den Vorfall zu vertuschen und die Öffentlichkeit erst nach über einem Jahr informierte, muss Uber nun keine Strafe an die zuständige US-Behörde Federal Trade Commission (FTC) zahlen.
 

Statt Behörden oder Betroffene zu informieren, bezahlte Uber Hackern100.000 Dollar (rund 85.000 Euro), damit sie die gestohlenen Daten vernichten. Wie Gizmodo jetzt berichtet, gibt es für Uber keine Strafzahlungen der FTC.

Einigung und Warnung

Man habe sich darauf geeinigt, dass das Datenleck mit den Strafzahlungen für ein früheres Datenleck aus dem Jahr 2014 mit abgedeckt seien. Uber müsse aber die FTC künftig informieren, wenn weitere Kundendaten in Zukunft abhanden kommen oder gehackt werden. Wenn Uber dies erneut vergessen sollte, werde die FTC hohe Strafzahlungen vorsehen, so die Warnung.

Die einzige Konsequenz des Datenskandals war daher, dass Uber-Sicherheitschef Joe Sullivan und ein weiterer Manager ihre Jobs verloren.

( futurezone ) Erstellt am 15.04.2018