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Digital Life

„Drecksladen“: 10.000 Euro Strafe für schlechte Bewertung

Ein Wiener muss 10.000 Euro Schadenersatz bezahlen, weil dieser auf Facebook und Google schlechte Bewertungen über einen Herrenausstatter veröffentlichte. Laut der Tageszeitung Heute sei der 37-jährige Mann über Facebook-Kommentare in einen Streit mit dem Chef des Wiener Unternehmens geraten. Dort beschimpfte er ihn unter anderem auch als „A****ritter“ und das Unternehmen als „Drecksladen“. Was der Auslöser für den Streit war, ist unklar. Wütend verfasste er daraufhin mehrere negative Bewertungen, in denen er auch dazu riet, lieber bei der Konkurrenz einzukaufen.

Obwohl er die Beschimpfungen rasch wieder löschte und diese mittlerweile bedauert, ergriff der Modehändler dennoch rechtliche Schritte. Das Gericht verurteilte ihn nun zu einer Strafe in der Höhe von 10.000 Euro. Eine Summe, die für den Notstandshilfe-Empfänger laut eigener Aussage nicht leistbar sei.

Nur bei Unwahrheiten Klage möglich

Erst im Jänner sorgte ein ähnlicher Fall für Aufsehen. Ein oberösterreichisches Sportgeschäft beauftragte einen Anwalt, der von einem Mann 1200 Euro sowie eine Unterlassungserklärung verlangte, nachdem dieser eine Ein-Stern-Bewertung verfasst hatte. Laut Rechtsexperten sei ein derartiges Vorgehen unverhältnismäßig. Eine Klage sei lediglich dann möglich, wenn die Behauptungen nachweislich unwahr seien.  
 

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