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Digital Life

Elon Musk lacht deutschen Kanzlerkandidaten aus

Der deutsche CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat sich am am Freitag mit Tesla-Chef Elon Musk getroffen. Gemeinsam besuchten sie die Baustelle der Gigafabrik in Brandenburg. Dabei fragte Laschet, was denn die Zukunft von Autos sei: "Wasserstoff oder Elektro?" Es gebe da einen Wissenschaftsstreit, so der CDU-Politiker. 

Musk unterbricht die Frage mit lautem Gelächter und dem Kommentar: "Elektro. Wasserstoff ist Zeitverschwendung".

Dass Musk als Chef des Elektroautoherstellers Tesla diese Meinung vertritt ist keine Überraschung. Allerdings sprechen sich immer mehr Personen aus der Industrie gegen Wasserstoff aus, etwa VW-Vorstand Herbert Diess (futurezone berichtete).

Wasserstoffproduktion ist energieaufwändig

Viele Forscher*innen sehen Wasserstoff als Treibstoff ebenfalls kritisch. Die Gewinnung sei zu energieaufwändig und damit nicht annähernd so sauber, wie angepriesen. Es könnte sogar zu einem Anstieg bei der Nutzung fossiler Brennstoffe führen, sagen Forscher*innen. Im Lkw- oder Luftverkehr könnte der Antrieb allerdings deutlich sinnvoller eingesetzt werden als bei Autos.

Musk trifft während seines Deutschlandbesuchs mehrere Politiker. Auf die Frage, was er von Laschet halte, sagte der Tesla-Chef: "Er scheint ein großartiger Kerl zu sein." Ob der Politiker der nächste Bundeskanzler werde, müsse aber das deutsche Volk bei den Wahlen entscheiden.

Schnellere Genehmigungsverfahren

Bei seinem Besuch forderte Laschet schnellere Genehmigungsverfahren für Projekte wie die Gigafactory. "Es ist nicht akzeptabel, dass jemand, der nicht als Anwohner hier betroffen ist, sondern an der Nordsee oder den Bayerischen Alpen lebt, eine Klage einreichen kann, um solche Projekte zu stoppen."

Elon Musk hatte im April die Dauer des Genehmigungsverfahrens bemängelt. Das löste eine Diskussion über das Planungs- und Umweltrecht in Deutschland aus. Laschet wirbt dafür, Bürokratie abzubauen, wirtschaftliche Fesseln zu lösen und neue Möglichkeiten für Wirtschaftswachstum zu schaffen.

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