Die Leitungsschlangen des Geothermie-Systems unter dem Wiener Hauptbahnhof während der Bauarbeiten

© ÖBB

Energieeffizienz-Serie
11/13/2014

Erdwärme unterstützt Hauptbahnhof-Heizung

Unter dem Wiener Hauptbahnhof wird der Erde Hitze und Kälte entzogen, um bis zu einem Viertel der Heiz- und Klimatisierungskosten zu sparen.

von David Kotrba

Unter der Bodenplatte und innerhalb der Bohrpfähle des Wiener Hauptbahnhofes winden sich mehrere Kilometer an Absorberschläuchen entlang, die zu einer riesigen Geothermie-Anlage gehören. Die Leitungen unter der Bodenplatte besitzen eine Absorberfläche von insgesamt 24.000 Quadratmetern, jene an den Bohrpfählen 8.500 Quadratmeter. Als Trägermedium in den Schläuchen dient Wasser.

Zentralbahnhof

Zentralbahnhof

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25 Prozent des jährlichen Heizaufwands

Dieses Wasser liefert im Sommer Kälte und im Winter Wärme aus der Erde. Der Jahresenergieertrag bei Wärme beträgt 1.880 Megawattstunden. Das ist ein Viertel des gesamten benötigten Heizaufwands für den Hauptbahnhof. Bei Kälte liefert die Geothermie-Anlage 475 MWh pro Jahr und deckt 13 Prozent des Aufwands für Belüftung und Klimaanlagen. Durch die Anlage werden 415 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß pro Jahr vermieden.

Energiezentrale

Die restliche Wärme- und Kälteleistung wird von Wien Energie bezogen, welche unterhalb der Gleisanlage eine Energiezentrale für Kälteerzeugung samt Gebietsumformerstation für Wärme errichtet hat. Die Rückkühler für die Kälteerzeugung befinden sich im Schweizer Garten. Von der Energiezentrale aus werden neben dem Hauptbahnhof und der ÖBB Konzernzentrale auch weitere Gebäude des Stadtentwicklungsgebietes mit Wärme und Kälte versorgt.

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