Digital Life
23.10.2018

Erwachsenen-Website Wife Lovers nach Datenleck offline

Das Forum Wife Lovers, bei dem Nacktbilder von Ehefrauen geteilt worden sind, wurde unlängst aufgrund eines Datenlecks geschlossen.

Wife Lovers ist ein Forum gewesen, über das man intime Bilder hochladen und austauschen konnte. Manche der Bilder werden wohl auch ohne Einverständnis der Partnerin oder des Partners ins Netz geladen worden sein. Die Website ist jetzt zusammen mit den Seiten siansex4u.com, bbwsex4u.com, indiansex4u.com, nudeafrica.com, nudelatins.com, nudemen.com und wifeposter.com offline genommen worden, wie Ars Technica und Naked Security berichten.

Es wurden allerdings nicht die intimen Bilder gestohlen, sondern Daten wie IP-Adressen, Nutzer-Passwörter die mit einem kryptografischen Verfahren aus den 1970er-Jahren gesichert waren, Namen der Nutzer sowie 1,2 Millionen E-Mail-Adressen. Der Betreiber der Websites, Robert Angelini, hat die Echtheit der Daten gegenüber Ars Technica bestätigt. In 21 Jahren hätten allerdings nur weniger als 107.000 Menschen gepostet und er wisse nicht, woher die restlichen E-Mail-Adressen stammen könnten. 

Nicht mehr im Netz

Die Websites wurden sofort offline genommen und die Nutzer über das Datenleck informiert. Sie wurden zudem aufgefordert, ihre Passwörter zu ändern. Noch immer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Passwort auf mehreren Portalen verwendet wird, sehr groß. Angelini, der die Message Boards nur „nebenbei“ betrieben hat und damit erst einmalig rund 22.000 US-Dollar verdient hat, will sie so lange offline lassen, bis er sich sicher ist, dass alle Security-Probleme behoben sind.

Der Sicherheitsforscher Troy Hunt, der mit „Have I Been Pwned“ ein Portal betreibt, bei dem man nachschauen kann, ob seine Mail-Adresse von einem Datenleck betroffen ist, will die geleakten Mail-Adressen nicht öffentlich verfügbar machen. „Dieser Vorfall ist eine große Verletzung der Privatsphäre und es könnte des Leben von Menschen zerstören, wenn sie geoutet werden“, sagt Hunt zu Ars Technica.

Der letzte größere Datenleck in dem Bereich betraf Ashley Madison. Damals landeten die E-Mail-Adressen der betroffenen Nutzer inklusive Vorlieben offen im Netz. Es gab damals auch Menschen, die daraufhin Suizid begangen haben.