Ein grüner Laserstrahl blendete einen Piloten beim Landeanflug (Symbolbild)

© REUTERS / MOHAMED ABD EL GHANY

Digital Life
05/10/2019

Flugzeug aus Wien bei Landeanflug von Laser getroffen

Der Pilot eines Passagierflugzeugs wurde am Donnerstagabend beim Landeanflug auf den Flughafen von Luxemburg geblendet.

Am Donnerstagabend gegen 22.30 Uhr kam es beim Landeanflug einer Maschine auf dem Weg von Wien nach Luxemburg zu einem Zwischenfall. Das Cockpit des Passagierflugzeugs wurde von einem kräftigen grünen Laserstrahl ins Visier genommen. Der Polizei Trier zufolge, die von den luxemburgischen Behörden verständigt wurden, gelang es trotz sofort ausgeschickten Streifenwagen nicht, den oder die Täter ausfindig zu machen.

Cockpit mit Laser getroffen

Nach Angaben der Polizei wurde das Flugzeug über einen längeren Zeitpunkt zu erfassen versucht. Obwohl der Strahl schließlich das Cockpit traf, konnte der Pilot den Landevorgang sicher beenden und blieb ersten Informationen zufolge unverletzt. Der grüne Laserstrahl hatte auf der Westseite der Mosel, im Bereich des Stadtteiles Trier-Pallien, seinen Ursprung. Die Polizei ermittelt nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

Bei dem Flugzeug landete es sich um Abendflug der luxemburgischen Fluglinie Luxair von Wien nach Luxemburg (LG8858), der laut Ankunftsplan pünktlich um 22:32 landete. Wie ein Luxair-Sprecher der futurezone mitteilte, sei der Pilot glücklicherweise nicht direkt geblendet worden. Für Passagiere haben zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden. Derartige Attacken seien selten, nach drei Vorfällen bei Luxair im Vorjahr, handle es sich beim aktuellen um das erste Vorkommnis.

Piloten werden geschult

"Auch wenn derartige Laser-Vorfälle selten sind, sind sie beim Starten und vor allem beim Landen nicht ungefährlich, da der Pilot geblendet wird und im schlimmsten Fall keine Sicht nach außen mehr hat", sagte der Luxair-Sprecher. Piloten werden mittlerweile hinsichtlich derartiger Laser-Angriffe geschult und sind auch angehalten, derartige Fälle der Luftraumüberwachung und der Polizei unverzüglichst zu melden.