Digital Life 18.04.2018

Frau fast aus Flugzeugfenster gerissen: Erster Todesfall mit US-Airline seit 2009

© Bild: AP / ap

Eine Maschine von Southwest Airlines musste Notlanden, nachdem ein Triebwerk in der Luft explodiert ist. Dabei ist ein Passagier ums Leben gekommen.

Nach der Notlandung eines Passagierflugzeuges in den USA ist eine Person gestorben. Die in New York gestartete Maschine der Fluggesellschaft Southwest Airlines habe Triebwerksprobleme gehabt, teilte die Nationale Behörde für Transportsicherheit (NTSB) am Dienstag mit. Sie habe daher in Philadelphia notlanden müssen.

Wie Robert Sumwalt von der NTSB bei der Pressekonferenz erklärten, handelt es sich dabei um den ersten Todesfall bei einem Unfall seit 2009, an dem eine US-Fluggesellschaft beteiligt war. 2009 sind beim Absturz von Flug 3407 von Colgan Air 50 ums Leben gekommen.

Nach Explosion rasch an Höhe verloren

Nach Angaben eines Passagiers explodierte ein Triebwerk während des Flugs und zerstörte eine Fensterscheibe in Reihe 17. Dabei sei eine Frau am Fenster schwer verletzt worden, schrieb Marty Martinez zu einem bei Facebook geposteten Video. Darauf ist er mit Sauerstoffmaske zu sehen. Nach der Explosion habe das Flugzeug rasch an Höhe verloren, schrieb Martinez. „Es hat sich angefühlt wie ein freier Fall.“ Er habe gedacht, sterben zu müssen.

Die Frau sei zunächst von Teilen einer zerstörten Turbine getroffen und dann fast aus dem Fenster gerissen worden. Andere Fluggäste hätten sie festgehalten, berichteten mitreisende Passagiere dem Sender CNN und auf Facebook. Nach der Sicherheitslandung des Flugzeugs in der US-Großstadt Philadelphia bestätigten die Behörden einen Todesfall. Berichten lokaler Medien zufolge handelt es sich dabei um die zuvor verletzte Frau, dies wurde aber offiziell nicht bestätigt.

Eine Tote, sieben Verletzte

© Bild: Screenshot

Nach Angaben der Feuerwehr erlitten sieben Menschen leichte Verletzungen, sie mussten aber nicht im Krankenhaus behandelt werden. Die Boeing 737, Flug SWA1380, war vom New Yorker Flughafen LaGuardia auf dem Weg nach Dallas im US-Bundesstaat Texas. An Bord waren nach Angaben der Airline 144 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder.

In sozialen Netzwerken erhielt die Pilotin des Fluges große Anerkennung. Tammy Jo Shults habe einen herausragenden Job getan, die Maschine unter diesen Umständen sicher zu landen. Nach Angaben der Webseite Heavy.com war Shults unter den ersten Kampfpilotinnen der Navy, die in die zivile Luftfahrt wechselten.

( futurezone , Agenturen ) Erstellt am 18.04.2018