Digital Life
02.05.2018

Hacker bricht in Gefängnis ein, bekommt sieben Jahre Haft

Ein US-Amerikaner wollte mehrere Insassen zu einer vorzeitigen Entlassung verhelfen. Nun muss er selbst ins Gefängnis.

Ein 27-jähriger US-Amerikaner wurde zu 87 Monaten Haft verurteilt, weil er die IT-Systeme eines Gefängnisses im US-Bundesstaat Michigan gehackt hatte. Das berichtet The Register. Demnach erlangte der Mann mit einer Kombination an verschiedenen Methoden Zugriff auf das System des Gefängnisses in Washtenaw und versuchte, die Einträge verschiedener Insassen zu manipulieren, um diese frühzeitig frei zu bekommen. Neben Malware und Phishing-Mails setzte er auch auf Social Engineering und rief gezielt Gefängnismitarbeiter an, um an deren Log-in-Daten zu kommen.

Die Manipulationsversuche fielen jedoch einem Mitarbeiter auf, das Vorhaben wurde rasch auf Konrads Voits zurückverfolgt. Der Mann war bereits polizeibekannt, er hatte Vorstrafen wegen Drogenbesitz und Stalking. Kurioserweise griff die Polizei Voits offenbar bei einem seiner Hack-Versuche auf. Er wurde auf dem Dach eines Gebäudes aufgegriffen, das direkt gegenüber einem der von ihm attackierten Büros lag. Er behauptete, er sei lediglich auf das Dach gegangen, um „besseren Empfang“ zu bekommen. Die Polizei ließ ihn mit einer Verwarnung laufen, zehn Tage später wurde er verhaftet.

Die Hack-Versuche betrafen insgesamt 1600 Mitarbeiter, die Kosten für den Vorfall belaufen sich auf 235.000 US-Dollar.