Digital Life
05.05.2014

Mars One: Noch 705 Kandidaten übrig

Nach der zweiten Auswahlrunde wird der Kreis der potenziellen Mars-Kolonisten auf 705 Personen eingeengt. Nur noch zwei Österreicher sind im Rennen.

Nach der zweiten Auswahlrunde des privat finanzierten Raumfahrt-Projekts Mars One sind nur noch 705 Kandidaten übrig. 353 Personen wurden damit gegenüber der ersten Auswahlrunde ausselektiert. Aus Österreich sind nur noch zwei Kandidaten übrig: Der Physiker Christopher Vasko (die futurezone hat mit ihm bereits ein Interview geführt) und der Musiker Günther Golob aus Graz. Sie werden nun wie die 703 restlichen Kandidaten zu Interviews eingeladen. Dabei sollen Wissen, Intelligenz, Anpassungsfähigkeit und Persönlichkeit der Mars-Aspiranten getestet werden.

Wie Mars One in einer Presseaussendung beschreibt, befindet sich das Unternehmen in Gesprächen mit Medien, insbesondere TV-Stationen, um über die zweite Auswahlrunde zu berichten. Die erste Auswahlrunde war im Dezember 2013 gestartet worden. Damals blieben aus dem ursprünglichen Kandidatenpool von über 200.000 Personen 1.058 Kandidaten übrig. Sie mussten bis zum März ein medizinisches Gutachten einschicken und ihr Bewerbungs-Profil öffentlich zugänglich machen.

Mars One

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Mars One Kurier-Grafik.

Mars One Kurier-Grafik.

Mars One Chris Vasko Raumfahrt.

Mars One Chris Vasko Raumfahrt.

Amerika-Übergewicht

Diese Aufgaben wurden von 418 Männern und 287 Frauen erfolgreich bewältigt. 313 Kandidaten kommen aus Nord- und Südamerika, 187 aus Europa, 136 aus Asien, 41 aus Afrika und 28 aus Ozeanien. Die meisten Personen, die ihre Kandidatur aus persönlichen Gründen zurücklegten, entstammen der Altersgruppe 40 bis 50. Aus medizinischen Gründen mussten die meisten Kandidaten aus der Altersgruppe 20 bis 35 zurücktreten.

"Was uns auffiel, ist der Umstand, dass die medizinischen Tests einen großen Einfluss auf das Leben der Kandidaten hatten. Einige von ihnen fanden heraus, dass sie eine Operation benötigen, dass sie krank waren und medizinische Behandlung benötigen, oder sogar eine bösartige Form von Krebs aufweisen, die sonst nicht in so einem frühen Stadium erkannt worden wäre", meint Mars One Chefmediziner Norbert Kraft.

Teambuilding

Nach den nun folgenden Interviews mit den verbliebenen Kandidaten sollen internationale Teams gebildet werden, die gemeinsam ein spezielles Trainingsprogramm durchlaufen sollen. Dieses soll den zeitlichen Aufwand eines Vollzeitjobs beanspruchen. Ganze Teams oder einzelne Individuen sollen aus dem Programm entfernt werden, wenn sie den Anforderungen nicht entsprechen.