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Digital Life
08/21/2019

Massives Datenleck bei Pornoseite

E-Mail-Adressen und Vorlieben von mehr als einer Million Nutzer waren im Netz frei zugänglich.

Japanische Comic-Pornos sind zwar ein Nischenangebot. Die US-Hentai-Porno-Seite Luscious.net zählt dennoch fast 1,2 Millionen Nutzer. Die sind vermutlich nicht erfreut darüber, dass ihre Daten, darunter E-Mail-Adressen sowie Aktivitätslogs und Herkunftsangaben, vergangene Woche mehrere Tage lang frei im Netz zugänglich waren.

Besonders heikel ist, dass die Seite auf Nutzeruploads von pornografischen Inhalten spezialisiert ist, Inhalte also mit Personen in Zusammenhang gebracht werden können, berichtet Mashable. Neben Video-Uploads konnten etwa auch Kommentare und von Nutzern favorisierte Inhalte eingesehen werden.

Mehrere Tage im Netz

Entdeckt wurde das Datenleck von Sicherheitsforschern der Firma vpnMentor am vergangenen Donnerstag, die Betreiber des Erwachsenenunterhaltungsangebots reagierten allerdings erst Tage später und schlossen die Lücke erst am Montag. Die Daten seien völlig ungesichert und unverschlüsselt im Netz zugänglich gewesen, schreiben die Sicherheitsforscher. Sie wollten nicht ausschließen, dass sie mittlerweile auch von Kriminellen genutzt werden.

Die Auswirkungen eines solchen Datenlecks könnten für Nutzer verheerend sein, so die Sicherheitsexperten. Aktivitäten auf Pornoseiten seien privatester Natur. Niemand gehe davon aus, dass sie öffentlich werden könnten.